Backpacking in Andalusien: Rucksacktour durch Südspanien

Südlicher als Andalusien liegt keine europäische Region. Hierhin zieht es Jahr für Jahr Tausende, denn Andalusien lockt mit wilder Natur, rauschenden Flüssen und malerischen Hügellandschaften. Auch in den Städten Sevilla, Granada oder Málaga ist immer etwas los. Wer Andalusien mit dem Rucksack erkunden will, sollte sich vorab gründlich informieren. So gelingt der günstige Alternativurlaub.
Backpacking Andalusien
Mit dem Rucksack durch Andalusien reisen ( © maria_savenko - Fotolia.com )

Günstige Unterkünfte in Andalusien

Selbstverständlich gibt es in Andalusien eine riesige Vielfalt an Hotels, Pensionen und Gasthäusern. Für Backpacker aber eignen sich diese Unterkünfte nur bedingt, denn sie schätzen meist die direkte Nähe zu Einheimischen und wollen zudem nicht zu viel für die Übernachtungen zahlen. Glücklicherweise hat auch Andalusien einige Alternativen zu bieten.

So besteht die Möglichkeit, sich rechtzeitig vor der Reise mit Landwirten zu verknüpfen und eine Vereinbarung zu treffen. Einige Bauern und Winzer schätzen es, wenn Touristen bei ihnen wohnen und dafür mit anpacken. So ist die Übernachtung und meist auch die Verpflegung kostenlos, tagsüber jedoch muss durchaus geschuftet werden. Wer sich hierfür interessiert, findet unter farmarbeit.de einige hilfreiche Adressen.

Nicht gänzlich kostenfrei, dafür jedoch deutlich günstiger als in Hotels wohnen Backpacker in andalusischen Hostels. In vielen Städten finden sich gleich mehrere der preiswerten Häuser, in denen Alternativurlauber gemeinsam mit anderen übernachten können. Der Vorteil hierbei ist, dass auch die Vernetzung leichter fällt. So können sich Backpacker miteinander austauschen und ihre Erfahrungen teilen.

Möglich ist es selbstverständlich auch, bei Airbnb nach Unterkünften in Andalusien zu suchen. Hier sollten Reisende jedoch genau auf die Preise achten, denn selbst im Bereich der Privatvermietung ist nicht jedes Angebot günstig.

Eine sinnvolle Alternative – jedoch nichts für Menschen mit Berührungsängsten – ist Couchsurfing. Hier übernachten Backpacker praktisch im Wohnzimmer von Einheimischen. Gastgeber finden lassen sich unter Couchsurfing.com.

Natürlich ist es ebenfalls möglich, auf andalusischen Campingplätzen im Zelt zu übernachten. Wer lieber wild campt, sollte das jedoch nicht einfach so tun, denn auch in Andalusien herrscht ein strenges Verbot. Mit etwas Glück finden sich jedoch Landwirte, die nichts gegen Gäste auf ihrem Land haben. Höflich zu fragen, erhöht die Erfolgschancen immens.

Öffentliche Verkehrsmittel Andalusien
Die Staatsbahn RENFE verkehrt auch in Andalusien ( © DW )

Öffentliche Verkehrsmittel: Unterwegs mit Bus & Bahn

Backpacker, die so flexibel wie nur möglich sein möchten, können sich in Andalusien leicht einen Mietwagen buchen. Diese Option macht öffentliche Verkehrsmittel obsolet, bringt jedoch gerade in größeren Städten längere Parkplatzsuchen mit sich. Dennoch kann ein Roadtrip eine schöne Angelegenheit sein. Tipps für einen Roadtrip durch Andalusien findet man bei reisereporter.de.

Wer lieber auf einen PKW verzichtet und das Backpacking-Gefühl komplett erleben möchte, findet in Andalusien ein recht gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Vor allem der Bus erweist sich in den meisten Fällen als besonders empfehlenswert, denn er fährt nicht nur zwischen großen Städten, sondern verbindet die Küste auch mit dem Hinterland.

Da es in Andalusien eine große Anzahl privater Busgesellschaften gibt, ist das Angebot für gewöhnlich groß. An zentralen Bahnhöfen hängen Informationen aus, denn die meisten Busse halten hier. Im Vergleich zu anderen Verkehrsmittel sind die Kosten für Busfahrten in der Region recht niedrig. Daher können Backpacker auch weitere Strecken zurücklegen und mehr von Andalusien sehen.

Teilweise sinnvoll ist auch das Reisen per Zug. Die Staatsbahn RENFE informiert auf ihrer Website über Fahrpläne und -zeiten. Bahnfahren lohnt sich vor allem, wenn die Entfernung zwischen größeren Städten überbrückt werden soll, wobei es an der andalusischen Küste eher schlecht um das Bahnliniennetz bestellt ist. Hier empfiehlt sich daher weiterhin der Bus. Rund um Sevilla und Córdoba aber erweist sich die Bahn als gute Alternative.

Abgesehen hiervon kommen Backpacker in größeren Städten gut per S-Bahn und U-Bahn voran. Ein Taxi braucht es für gewöhnlich nicht, auch wenn diese Option ebenfalls zur Verfügung steht. Wer möchte, kommt in Andalusien natürlich auch zu Fuß zurecht. Das allerdings ist nur dann sinnvoll, wenn eine begrenzte Region besucht werden soll, oder viel Zeit zur Verfügung steht.

Andalusien Verpflegung
Auf Wochenmärkten ist das kulinarische Angebot sehr vielfältig ( Nick Stubbs / Shutterstock.com )

Verpflegung: Märkte und mehr

Essen in Andalusien ist ein Genuss für jeden, der das Land bereist. Da sich Backpacker jedoch in aller Regel abseits teurer Restaurants und Hotels aufhalten, kommen sie auf Wochenmärkten besonders auf ihre Kosten. Andalusien nämlich hat zahlreiche Märkte zu bieten, die bis zu zweimal wöchentlich in jeder Stadt abgehalten werden. Dort finden Reisende viel frisches Obst und Gemüse, regionale Spezialitäten und sogar kleine Mitbringsel für Daheimgebliebene. Marktbesuche in Großstädten lohnen sich ebenfalls, denn hier sind die Wochenmärkte noch vielzähliger.

Ist gerade kein Wochenmarkt zu finden, müssen Backpacker nicht hungrig bleiben. In Andalusien gibt es viele Supermarkt-Ketten, deren Filialen über die gesamte Region verteilt sind. Bei den Supermercados Día, Carrefour oder auch SuperSol liegen die Preise auf nicht allzu hohem Niveau, sodass hier auch die Grundverpflegung besorgt werden kann.

Wer große Wasserflaschen kauft, sollte dafür sorgen, dass der Rucksack möglichst ergonomisch gepackt wird. Am besten ist es, die Flaschen nahe des Rückens zu transportieren, denn dann fällt der Zug auf den Oberkörper geringer aus.

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