Wirtschaft in Andalusien

Traditionell ist Andalusien von der Landwirtschaft geprägt. Das angenehme Klima ermöglicht den Anbau vieler Agrargüter, zudem ist der Rohstoff Holz von wichtiger Bedeutung. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tourismus als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige etablieren können. Außerdem wird die Solarenergie ein immer größerer Wirtschaftsfaktor für die Region.
Wirtschaft Andalusien
Der Anbau von Oliven spielt eine wichtige Rolle in Andalusien
JIL Photo / Shutterstock.com

Andalusien - Reich an Rohstoffen

Fast die Hälfte der Fläche Andalusiens wird landwirtschaftlich genutzt. Seit vielen Generationen ist die Landwirtschaft ein wichtiger Arbeitgeber für die Region in Südspanien. Das mediterrane Klima ermöglicht den Anbau von Getreide, Sonnenblumen bis hin zu tropischen Früchten in der Region rund um die Costa Tropical. Besonders hervorzuheben sind der Olivenanbau in der Provinz Jaén und der Weinanbau, für den berühmten Sherry, rund um Jerez de la Frontera. Auch Mandelbäume sind in Andalusien weit verbreitet. In der Viehzucht sind vor allem die berühmten Iberischen Schweine (Cerdo Ibérico) zu nennen, die zur Herstellung für den berühmten Edelschinken Jamón Ibérico de Bellota gezüchtet werden.

Die Holzindustrie ist ein weiterer wichtiger Wirtschaftssektor Andalusiens. Wälder spielen eine wichtige Bedeutung im andalusischen Ökosystem. Baumarten von wirtschaftlichen Nutzen sind der Eukalyptus in der Provinz Huelva, die Pappel in der Provinz Granada und die Korkeiche in der Sierra Morena.

Fischfang - Das Meer vor der Haustür

Die Fischerei in Andalusien blickt auf eine lange Tradition zurück. Nach Galizien besitzt Andalusien die größte Fangflotte in Spanien. Obwohl Andalusien hunderte Kilometer Küste besitzt, steckt die Fischindustrie seit vielen Jahren in einer schweren Krise. Vor allem die Überfischung der Küstenregionen haben vielen Fischern schwer zugesetzt und viele Existenzen vernichtet.

Andalusien als Reiseziel

Die klassischen Industrien wurden in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr vom Tourismus abgelöst. Mit 8,49 Millionen Besuchern im Jahr 2014, entschieden sich rund 13% aller Spanienurlauber für einen Aufenthalt in Andalusien. Damit belegt die südspanische Region den vierten Platz in Spanien, hinter Katalonien (16,79 Mio.), den Kanarischen Inseln (11,47 Mio.) und den Balearen (11,35 Mio.).

Weitere wichtige Wirtschafszweige sind der Bergbau mit den Minen in der Provinz Huelva sowie die Solar- und Windenergie. Andalusien besitzt mit der Solaranlage Plataforma Solar de Almería, am Rande der Tabernas-Wüste, Europas größtes Solarkraftwerk. Rund um Tarifa an der Costa de la Luz gibt es viele Windparks die durch die Winde Poniente und Levante eine zuverlässige Energiequelle sind. Die erneuerbaren Energien werden in den nächsten Jahren stark ausgebaut und damit ein immer wichtigerer Faktor in der Wirtschaft Andalusiens werden.

Anzeige