Huelva

Huelva, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist eine Industriestadt im Westen von Andalusien, nicht weit entfernt von Portugal.
Huelva
Der Plaza de la Constitución, mit dem Rauthaus in Huelva
© joserpizarro - Fotolia.com

Huelva - Industrie und Kolumbus

Das charmante Provinzstädtchen Huelva liegt im Westen von Andalusien an der Costa de la Luz. Die sonnenverwöhnte Stadt in Spanien ist das ganze Jahr über eine Reise wert. Während im heißen August das lokale Kolumbusfest viele Besucher anlockt, besticht der Küstenort im milden Dezember durch sein Festival des iberoamerikanischen Films. Die niedrige Niederschlagsmenge erlaubt ausgedehnte Ausflüge in die Umgebung. Mit dem Auto kann Huelva über die Landstraße N-435 bzw. auf der A-49 erreicht werden. Die Fahrt führt an großflächigen Erdbeerfeldern vorbei. Flugreisende können im 100 km entfernten Sevilla landen. Auch der internationale Flughafen Faro in Portugal ist nur 2 Autostunden von Huelva entfernt. Des Weiteren besitzt die Provinzhauptstadt einen Bahnhof.

Vergangene Zeiten in einer modernen Stadt

Das Stadtbild wirkt aufgrund der breiten Straßen, den hohen Bauwerken sowie den diversen Parkanlagen sehr modern. Die einstige Hochburg für die Produktion von Erzen ist heute ein bedeutender Standort für Petrochemie sowie für den traditionellen Fischfang. Zu Zeiten des Altertums erfüllte sie vornehmlich eine Handelsfunktion. Unter der Herrschaft der Römer erhielt sie schließlich den Namen Onuba. Die Araber änderten diese Bezeichnung in Walbah, woraus der heutige Name Huelva abgeleitet wurde.

Im Jahr 1755 wurde Lissabon von einem starken Erdbeben heimgesucht, dessen Erschütterungen auch erhebliche Schäden in der Altstadt von Huelva verursachten. Daher besitzt die Stadt heute nur noch wenige historische Gebäude. Die unbeschädigten Bauwerke bilden heute die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Provinzhauptstadt. Zu ihnen gehört das römische Aquädukt, welches noch immer diesen spanischen Ort mit Wasser versorgt. Sehenswert sind ferner das Kolumbusdenkmal sowie die Kirchen La Concepción und San Pedro. Das ehemalige Mercedarier Kloster ist als geschmackvollste Barockkirche der Region bekannt. Ganz in der Nähe Huelvas befindet sich der Nationalpark Coto de Doñana, der vor allem für seine eindrucksvolle Flora und Fauna berühmt ist.

Von Kolumbus bis zum Jabugo-Schinken

Im 15. Jahrhundert brach Columbus von Huelva in unbekannte Welten auf. Noch heute ist der spanische Entdecker im Ort allgegenwärtig. Neben einem Denkmal von ihm in der Stadt lohnt sich ein Ausflug zum Sanctuario de Nuestra Señora de la Cinta. Columbus soll an diesem Sakralbau gebetet haben. Ferner liegt das gotische Bauwerk auf einer Anhöhe an der Stadt, welche einen beeindruckenden Ausblick auf das romantische Sumpfland des Flusses Odiel bietet.

Nach dieser kleinen Exkursion lohnt sich ein Stadtbummel durch die Geschäftsstraßen Avenida Martin, Concepción sowie Alonso Pinzón. Weitere Shoppingmöglichkeiten in kleinen Geschäften sowie Galerien bietet das Viertel Barrio Reina Victoria. Der Stadtteil, welcher als Arbeiterviertel bekannt ist, besitzt eine ansprechende Architektur und das Kolumbus-Haus. In Abendstunden tummelt sich hier das Leben. In den gemütlichen Restaurants duftet es nach luftgetrocknetem Jabugo-Schinken, welcher aus dem Norden der Provinz stammt. Die vielen Bars und Kneipen laden zu einem Drink ein.

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