Stierkampfarena von Málaga

Plaza de Toros de Málaga

Stierkampfarena Málaga
Stierkampfarena Málaga
Blick auf die Stierkampfarena in Málaga vom Berg Gibralfaro
DW
Adresse:
Paseo Reding, 8,
29016 Málaga, Andalusien, Spanien
Region: Costa del Sol
Provinz: Provinz Málaga

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Die imposante Stierkampfarena von Málaga befindet sich an der Paseo de Reding im Stadtviertel „La Malagueta“ in der Nähe des Strandes inmitten moderner Hochhäuser. In der rund 50 Meter Durchmesser großen Arena ist Platz für nahezu 9.000 Menschen.

Die Arena beherbergt zudem das von dem Architekten Joaquin Rucobo entworfene Musem „Museo Tarino Antonio Ordoñes“, benannt nach dem legendären Torero Antonio Ordoñes, der 1932 in Ronda geboren wurde. Er war einst der beste Torero Spaniens und trug auch in der Stierkampfarena von Málaga zahlreiche Siege davon. Antonio Ordoñes begegnete in seinem Leben mehr als 3.000 Stieren.

Die heutige Nutzung der Stierkampfarena

Im Plaza de Toros finden vor allem im August während der Feria de Málaga zahlreiche Stierkämpfe mit den bekanntesten Toreros des Landes statt. Zur Semana Santa findet die Corrida picassiana statt, bei der die Kleidung der Toreros von der Kunst von Pablo Picassos inspiriert wird.

Es handelt sich um ein blutiges Spektakel, das aber zur kulturellen Tradition der Spanier zählt und viele Anhänger hat. Die Ursprünge der Stierkämpfe reichen vermutlich bis in die römische Antike zurück. Im Mittelalter war der Stierkampf ein beliebtes Ritterspiel. Die in der jetzigen Form ausgelebte Stierkampftradition wurde gegen Anfang des 18. Jahrhunderts entwickelt.

Die Stierkampfarena von Málaga wird außerdem als Reitplatz für die Ausbildung edler Pferde genutzt. Man schließt hier lückenlos an die Tradition der königlichen Kavallerie an, die hier ihre militärischen Übungen absolvierte.

Ein Meisterwerk der Architektur

Auch wenn du an dem blutigen Spektakel keinen Gefallen findest, solltest du der Stierkampfarena in Málaga unbedingt einen Besuch abstatten. Das mit einer 16-eckigen Außenwand versehene Gebäude wurde im Jahr 1874 vom Architekten Joaquín Rucoba erbaut. Die offizielle Einweihung fand zwei Jahre später am 11. Juni 1876 statt.

Eine Besonderheit ist der Neomudéjar-Stil. Dieser wurde maßgeblich durch das Wirken der aus den muslimischen Ländern stammenden Bauhandwerker geprägt. Die Bauformen der Renaissance harmonieren hier perfekt mit den architektonischen Einflüssen des Islam.

Joaquín Rucoba war zudem für den schönen Atarazanas Markt in Málaga zuständig.

Auf der Zuschauertribüne gibt es verschiedene Plätze. Die „sombra“ genannten Sitze liegen im Schatten, die „sol“ in der Sonne. Dann gibt es noch die „sol y sombra“. Diese werden erst während des Kampfes allmählich beschattet.

Ein Museum bietet Einblicke in die Stierkampfkultur

In die Arena integriert ist das kleine Stierkampfmuseum von Málaga. Hier kannst du dich ausführlich über die Entstehungsgeschichte und die Hintergründe des spanischen Stierkampfes informieren. Zu den zahlreichen Ausstellungsstücken gehören unter anderem Kampfwaffen, historische Plakate und Fotografien sowie traditionelle Torero-Anzüge.

An und für sich ist die Besichtigung der gesamten Anlage sehr lehrreich. Aus dem Innern der Arena führen vier Ausgänge nach draußen. Die Kampffläche selbst ist mit einer Bretterwand ummantelt, über die der Torero im Ernstfall flüchten kann.

Mehr Informationen zum Stierkampf in Andalusien.

Öffnungszeiten:

Die Stierkampfarena und das Museum können Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr besichtigt werden.

Eintrittspreise:

Der Eintritt kostet 1,80 Euro. Für Kinder bis 7 Jahre kostenlos.

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Lage und Anfahrt: