Alcázar von Jerez de la Frontera

Alcázar de Jerez de la Frontera

Alcázar Jerez de la Frontera
Alcázar Jerez de la Frontera
Innenbereich des Alcazars in Jerez
DW
Adresse:
Calle Alameda Vieja, s/n,
11403 Jerez de la Frontera, Andalusien, Spanien
Region: Costa de la Luz
Provinz: Provinz Cádiz

Tickets & Touren

Wer das temperamentvolle Jerez de la Frontera in der Provinz Cádiz besucht, sollte sich unbedingt das älteste Bauwerk der Stadt ansehen: den Alcázar. Vom Bahnhof / Busbahnhof aus ist die Altstadt von Jerez schnell erreicht. Über die Orangenbaum-bestandene Calle Corredera, vorbei am Plaza de las Angustias, kommen die Besucher zum Plaza del Arenal. Gleich in der Calle Alameda Vieja liegt die eindrucksvolle maurische Festung, die von schlanken Zypressen und riesigen uralten Palmen locker umstanden ist.

Wer etwas für seine Fitness tun möchte, kann rund um den Alcázar joggen oder spazieren gehen: Die imposanten Mauern der Festung haben einen Umfang von vier Kilometern. Ein großer Teil der Route um den Alcázar de Jerez ist parkähnlich angelegt und verlockt zum Flanieren.

Ein Abstecher in die Geschichte

Das Wort Alcázar kommt aus dem Arabischen (al-qasr) und bedeutet Festung. Seit dem elften Jahrhundert überdauert das mächtige Bauwerk Witterungseinflüsse, Kriege und Machtwechsel in der Region von Jerez. Das Conjunto Monumental del Alcázar – so nennen die Spanier diese gigantische Anlage – wurde von Mauren errichtet und beherbergte während der Maurenherrschaft in Andalusien mehrere Emire.

Während der Reconquista (der Wiedereroberung) kam Jerez – und somit auch der Alcázar – 1248 unter kastilische Regierung. Die Besatzer hinterließen mit der Festung ein beeindruckendes Zeugnis arabischer Baukunst, das heute eine der interessantesten Touristenattraktionen von Jerez darstellt.

Ausflug in den Orient

Eine Führung durch den Alcázar ist eine lohnende Angelegenheit. Zwar kann der achteckige Wehrturm im arabischen Almohadenstil auch von außen bewundert werden, aber im Inneren der Festungsmauer verbergen sich zahlreiche Kostbarkeiten.

Als bei uns noch die Ritter in ihren Rüstungen schwitzten, ließen sich die Bewohner des Alcázar schon in kunstvoll angelegten Badehäusern verwöhnen. Auch die Innenhöfe der Festung zeugen von einer fortgeschrittenen Kultur ihrer Erbauer. Ein sternförmiger, ebenerdiger Springbrunnen mit Seerosenbewuchs, umrahmt von kunstvoll verlegtem Pflaster, ist eines der Highlights der Außenarchitektur.

Die Moschee darf natürlich nicht fehlen, auch wenn Alfonso X. von Kastilien nach seiner Machtübernahme das Minarett sofort in einen Glockenturm verwandeln ließ. Das sogenannte Mihrab, das die Richtung von Mekka anzeigt, ist aber erhalten geblieben und kann in einem kleinen Gebetsraum bewundert werden.

Typisch arabische Torbögen und detailverliebt angefertigte Mosaike sind bis heute ein Kulturzeugnis der Almohaden-Dynastie (Berber aus Marokko). Der Turm von Ponce de Leon aus dem 14. Jahrhundert eingebettet in islamische Strukturen beweist, dass Multikulti auch schon in grauer Vorzeit interessante Resultate hervorbringen konnte. Die Gärten, der Villavicencio-Palast, das Stadttor und die Puerta del Campo: im Alcázar gibt es unendlich viel zu entdecken.

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Lage und Anfahrt: