AL2: Rundwanderung bei Punta Carnero

Südlich von Algeciras in der Provinz Cádiz weist der Leuchtturm von Punta Carnero den Schiffen den Weg in die Meerenge von Gibraltar. Afrika ist so nah, als wärst du schon da.
AL2 Rundwanderung Punta Carnero
Tolle Aussicht auf die Straße von Gibraltar ( Foto: Wolfgang Zöllner )
Schwierigkeitsgrad: Moderat
Länge: 7.87 km

Die marokkanische Telecom begrüßt dich bereits als ihren neuen Roamingkunden auf deinem Handy. Vielleicht siehst du aber auch gar nichts, falls der berüchtigte Nebel vom Affenfelsen von Gibraltar durch die Meerenge zieht und du nur noch am Tuten der Signalhörner feststellen kannst, dass dort Schiffe unterwegs sind.

Anreise

Für die Anreise von Málaga musst du 2 1/4 Stunden einplanen, von Estepona 1 1/4 Stunde. Trotzdem kannst du die gesamte Tour an einem Tag bequem schaffen, denn die Rundwanderung dauert höchstens 3 Stunden.

Von Málaga fährst du am besten auf der A-7 bzw. AP-7 nach Algeciras. Nachdem du an ganz Algeciras vorbei gefahren bist (in Richtung Tarifa), erreicht die Schnellstraße den letzten Kreisverkehr von Algeciras. Dort hältst du vorne links Ausschau nach einem braunen Hinweisschild mit der Aufschrift »Getares Playa«.

Dorthin biegst du ab auf eine recht schmale Teerstraße. Am nächsten Kreisverkehr fährst du an der ersten Ausfahrt ab in Richtung Punta Carnero. Diese schmale Küstenstraße windet sich am rechten Rand der Bucht von Algeciras entlang und ermöglicht einen schönen Ausblick auf die Frachtschiffe in der Bucht und auf den Affenfelsen von Gibraltar.

Nachdem du links unten den Leuchtturm passiert hast, erreichst du den Ortseingang von Punta Carnero. Hier biegst du links ab auf die Straße, die in die Ortsmitte führt und bei der nächsten Gelegenheit wieder links bergab. Diese Straße macht eine Rechtskurve, in der sich das einzige Restaurant des Ortes befindet.

Punta Carnero ist kein gewachsenes Dorf, sondern eine Ansammlung von Villen, die vermutlich meist illegal auf diesem schönen Aussichtspunkt am Mittelmeer am Rande des Naturparks Parque Natural del Estrecho errichtet wurden. Es gibt keine Läden, Kirche, Friedhof, Rathaus usw. Am Ende der Straße parkst du das Auto am Meer auf einem Parkplatz vor einem Gebäude mit der Aufschrift Faro de Punta Carnero.

Von der Costa de la Luz fährst du über Tarifa nach Algeciras und dort am ersten Kreisverkehr in Richtung Getares. Ab hier geht es weiter wie oben.

Tourbeschreibung

Du gehst zum Ortseingang zurück und nach links die steile Teerstraße bergauf. Neben einem Haus mit der Aufschrift »Saarbrücken 2.600 km« biegst du rechts ab und geht steil bergauf. Oben folgst du nicht dem Straßenverlauf nach rechts, sondern wendest dich hinter einer Hecke scharf nach links auf einen Schotterweg. Unterwegs müssen ein paar Viehgatter durchquert oder überstiegen werden, was nicht schwer ist.

Sobald rechts die Villa Apolinaris erscheint, gehst du gegenüber der Villa links durch ein großes Viehgatter auf einen Schotterweg, der durch eine Kuhweide führt und langsam deutlicher wird. Der Schotterweg führt in einer großen Linkskurve um ein mit Ginster bewachsenesTal herum, das sich zur Meerenge von Gibraltar hin öffnet. Das nordafrikanische Ufer mit seinen markanten Berggipfeln scheint zum Greifen nahe.

Auf der anderen Talseite wanderst du knapp unterhalb eines Betongebäudes geradeaus bergab durch mannshohen Ginster. Unterwegs musst du durch zwei Schlammlöcher. Am Ende des Ginster-Gebüschs gehst du am rechten Rand einer großen sumpfigen Kuhweide entlang zum Meer. Dort hältst du dich links auf einem Erdpfad, der 30 m über dem Ufer parallel zur Küste durch Ginster in Richtung Punta Carnero verläuft.

Du gehst an zwei Ruinen vorbei und betrittst durch ein Gatter wieder den Weiler Punta Carnero. Hinter dem Gatter wendest du dich nach rechts und kommst auf einem (evtl. sumpfigen) Schotterweg immer an der Küste entlang bis zum Parkplatz.

Das ärmliche Restaurant in Punta Carnero ist Geschmackssache. Während der ganzen Wanderung gibt es sonst keine Einkehrmöglichkeit. Du solltest also etwas zu Essen und ausreichend Getränke einpacken. Bergwanderschuhe und ein Wanderstock sind ein Muss um heil durch die Schlammlöcher zu kommen.

Die Mitnahme einer Gartenschere ist vorteilhaft, falls an einigen Stellen der stachelige Ginster den Pfad überwuchert. Da in der Meerenge immer mit heftigem Wind zu rechnen ist, wäre eine leichte Windjacke nicht verkehrt.

Die Rückreise erfolgt auf demselben Weg wie die Hinfahrt.

Karte und Höhenprofil

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