Spanien-Rundreise: 10 schöne Städte für deine Route

Die schönsten Reiseziele für deine Rundreise durch Spanien
Zwischen Barcelonas verspielter Gaudí-Architektur, den prachtvollen maurischen Palästen Andalusiens und den lebhaften Pintxos-Bars des Baskenlands zeigt sich Spanien von seinen unterschiedlichsten Seiten – und doch lassen sich all diese Erlebnisse wunderbar auf einer einzigen Rundreise verbinden.
Hier kommen zehn Orte, die auf keiner umfassenden Spanien-Tour fehlen sollten – von der Mittelmeerküste über das andalusische Hinterland bis an den rauen Atlantik im Norden. Wer sich die Planung erleichtern möchte, findet bei organisierten Rundreisen durch Spanien fertige Routen, die viele dieser Ziele bereits sinnvoll miteinander verbinden.
Barcelona – Katalonien zwischen Kunst und Küste
Barcelona ist für viele der klassische Einstieg, und das aus gutem Grund. Die katalanische Metropole verbindet moderne Kunst, mediterranes Lebensgefühl und Strand auf engstem Raum.
Prägend ist vor allem die Architektur von Antoni Gaudí. Die Sagrada Família, der Park Güell und die Casa Batlló gehören zu den meistfotografierten Bauwerken Europas – und wirken auch nach dem hundertsten Bild noch beeindruckend. Seit Februar 2026 ist die Basilika zugleich die höchste Kirche der Welt: Mit dem fertiggestellten Turm Jesu Christi misst sie 172,50 Meter und löst damit das Ulmer Münster ab.
Zwischen den Sehenswürdigkeiten lohnt es sich, einfach durch das Gotische Viertel (Barri Gòtic) zu schlendern, wo enge Gassen und schattige Plätze auf dich warten. Und wenn dir der Trubel zu viel wird, ist der Stadtstrand Barceloneta nur ein paar Schritte entfernt.
Madrid – das königliche Herz Spaniens
Madrid liegt geografisch fast exakt im Zentrum des Landes und fühlt sich auch so an: als das kulturelle Herzstück Spaniens, mit imposanten Boulevards und Kunst von Weltrang.
Das sogenannte »Triángulo del Arte« (Goldenes Kunstdreieck) bündelt gleich drei der wichtigsten Museen des Landes – das Museo del Prado, das Reina Sofía und das Thyssen-Bornemisza. Wer sich für Malerei interessiert, kann hier problemlos zwei Tage verbringen.
Für den nötigen Ausgleich sorgen der Palacio Real und der weitläufige Buen-Retiro-Park. Und spätestens am Abend führt kein Weg an der Gastronomie vorbei: Auf dem Mercado de San Miguel oder in den Tapas-Bars von La Latina erlebst du die spanische Genusskultur von ihrer besten Seite.
Sevilla – die Wiege des Flamenco
Von der Hauptstadt geht es nach Süden, nach Andalusien. Sevilla gilt als Wiege des Flamenco und begeistert mit fantastischer Architektur und einer lebendigen Atmosphäre, die jeden sofort in ihren Bann zieht.
Zu den architektonischen Höhepunkten zählen der maurische Palast Real Alcázar und die gewaltige Kathedrale mit dem Giralda-Turm. Ein Muss ist außerdem der Plaza de España mit seinen aufwendigen Keramikarbeiten und kleinen Kanälen.
Wer Flamenco und Tapas in ihrer ursprünglichsten Form erleben will, ist im Altstadtviertel Santa Cruz genau richtig.

Granada – maurisches Erbe unter schneebedeckten Gipfeln
Granada liegt am Fuße der Sierra Nevada und vereint spanisches Flair mit maurischer Geschichte wie kaum ein zweiter Ort in Andalusien.
Das offensichtliche Highlight ist die Alhambra, einer der besterhaltenen Palastkomplexe islamischer Architektur in ganz Europa. Tipp: Tickets unbedingt weit im Voraus buchen, sie sind oft Wochen vorher ausverkauft.
Genauso lohnend ist ein Bummel durch das Viertel Albaicín mit seinen steilen Gassen, weißen Häusern und Aussichtspunkten, von denen aus du die Alhambra im Abendlicht bewundern kannst.
Und noch ein Grund, länger zu bleiben: In vielen Bars Granadas gibt es zu jedem Getränk kostenlose Tapas dazu – eine Tradition, die in Andalusien sonst nur noch in wenigen Städten wie Jaén oder Almería gepflegt wird.
Córdoba – Zentrum eines vergangenen Kalifats
Córdoba war einst eines der bedeutendsten Zentren des Kalifats und trägt diese Geschichte bis heute sichtbar in sich.
Herzstück ist die Mezquita-Catedral, eine einzigartige Moschee-Kathedrale mit einem regelrechten Wald aus rot-weiß gestreiften Hufeisenbögen – ein Anblick, den man so nirgendwo sonst findet.
Rund um die Kathedrale erstreckt sich das jüdische Viertel (Judería), berühmt für seine blumengeschmückten Innenhöfe. Wer im Frühjahr kommt, erlebt sie in voller Pracht. Und die Römische Brücke, die spektakulär über den Guadalquivir führt, erinnert daran, dass Córdobas Geschichte noch viel weiter zurückreicht.
Ronda – dramatisch über der Schlucht
Ronda ist einer dieser Orte, die man kaum glauben kann, bis man selbst davorsteht. Die Kleinstadt in den andalusischen Bergen thront über der rund 100 Meter tiefen El-Tajo-Schlucht, überspannt von der gewaltigen Steinbrücke Puente Nuevo, die Altstadt und Neustadt verbindet.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehört auch der Plaza de Toros, eine der ältesten und architektonisch bedeutendsten Stierkampfarenen des Landes.
Und da Ronda als Tor zu den berühmten »Pueblos Blancos«, den weißen Dörfern Andalusiens, gilt, bietet sich die Stadt perfekt als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge an.
Valencia – zwischen Zukunft und Tradition
Zurück an die Ostküste: Valencia bringt zukunftsweisende Architektur und alte Traditionen erstaunlich harmonisch zusammen.
Das Wahrzeichen ist die futuristische »Ciudad de las Artes y las Ciencias« von Santiago Calatrava, deren geschwungene Formen fast wie aus einem Science-Fiction-Film wirken.
Kulinarisch ist Valencia ohnehin eine Ansage, schließlich ist die Stadt die Heimat der originalen Paella Valenciana. Und mittendurch zieht sich der Jardín del Turia, ein parkähnlich gestaltetes ehemaliges Flussbett, das sich hervorragend zum Radfahren oder Spazieren eignet.

Toledo – die Stadt der drei Kulturen
Nur einen Katzensprung südlich von Madrid liegt Toledo, die historische Felsenstadt und einstige Hauptstadt Spaniens.
Bekannt ist sie als »Stadt der drei Kulturen«, weil sich christliche, jüdische und muslimische Einflüsse hier über Jahrhunderte in Architektur und Kunst vermischt haben. Durch die engen Kopfsteinpflastergassen, umgeben von der maurischen Stadtmauer und dem imposanten Alcázar, bewegt man sich wie durch ein mittelalterliches Freilichtmuseum.
Ein Höhepunkt für Kunstinteressierte ist die gotische Kathedrale, die Werke von El Greco und Goya beherbergt.
Donostia-San Sebastián – Gourmet-Paradies am Meer
Im Norden, im Baskenland, wartet Donostia-San Sebastián mit einer der schönsten Stadtbuchten Europas: der muschelförmigen Playa de La Concha mit Blick auf die Insel Santa Clara. Allein dafür lohnt sich die Anreise.
Kulinarisch spielt die Stadt in der Weltliga. Die Altstadt ist bekannt für ihre zahlreichen Pintxos-Bars, in denen man die köstlichen baskischen Häppchen am besten von Bar zu Bar probiert.
Dazu kommt eine der höchsten Michelin-Stern-Dichten weltweit – hier isst man selbst mit kleinem Budget außergewöhnlich gut.
Bilbao – vom Industriehafen zur Kulturstadt
Den Abschluss macht Bilbao, das wirtschaftliche Herz des Baskenlands, das sich von einer grauen Industriestadt zu einem strahlenden Kultur- und Kunstzentrum gewandelt hat.
Auslöser dieser Verwandlung war das Guggenheim-Museum, Frank Gehrys Titan-Meisterwerk und heute das unbestrittene Wahrzeichen der Stadt.
Wer es lieber traditionell mag, verliert sich in den »Siete Calles«, den sieben Gassen des Casco Viejo, wo altes und modernes Stadtleben aufeinandertreffen. Und ringsum sorgen grüne Hügel und die raue kantabrische Atlantikküste dafür, dass sich Bilbao ganz anders anfühlt als der sonnenverwöhnte Süden.
Spanien Magazin

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