ES2: Rundwanderung in der Sierra Crestellina bei Casares

Über dem hübschen Weißen Dorf Casares in der Provinz Málaga thront das kleine aber markante Gebirge Sierra Crestellina. Von Casares bietet sich eine abwechslungsreiche Wanderung einmal um das Tal des Baches Arroyo de Albarán an.
Rundwanderung Sierra de Crestellina Casares
Tolle Wanderung an der Costa del Sol ( Foto: Wolfgang Zöllner )
Schwierigkeitsgrad: Moderat
Länge: 8.56 km

Die Wandertour offenbart nicht nur beständig wechselnde Ansichten von Casares, sondern zeigt dir auch den Affenfelsen von Gibraltar. Die vielen Schiffe um Gibraltar scheinen von hier oben aus in den Wolken zu schweben, es ist aber nur die Erdkrümmung, die dich so narrt.

Anreise

Für die Anreise von Málaga musst du 1,5 Stunden einplanen, von Estepona 25 Minuten. Du kannst die gesamte Tour an einem Tag bequem schaffen, denn die Rundwanderung dauert höchstens 4 Stunden.

Von der Costa del Sol fährst du am besten auf der A-7 bzw. AP-7 in Richtung Algeciras. Nachdem du an Estepona vorbei gefahren bist, verlässt du die Schnellstraße an der Ausfahrt »Casares / La Perla de Bahía« und fährst rechts die geteerte Bergstraße MA-8300 bergauf in Richtung Casares.

Oben im Vorort Puerto de la Cruz macht die Straße eine lang gezogene Rechtskurve, dann eine scharfe Linkskurve. Im Scheitel der darauf folgenden Rechtskurve befinden sich links ein paar Parkplätze mit Blick auf den Ort. Hier fährst du noch 50 m weiter und parkst das Auto so nah wie möglich am rechten Straßenrand, direkt an der 3 m hohen Stürzmauer aus Natursteinen, aber noch vor der Bushaltestelle.

Von der Costa de la Luz fährst du nach Algeciras und dort auf die A-7/AP-7 bis zur Ausfahrt »Manilva«. Hier wechselst du auf die Bergstraße A-377 in Richtung Gaucín.

Du passierst etliche große Windräder. Dann biegst du nach rechts ein in die A-7150 nach Casares. Du umrundest den ganzen Ort. Kurz ehe der Straßenverlauf eben wird, siehst du rechts das Restaurant Laura. Nach 20 m parkst du das Auto am linken Straßenrand hinter der Bushaltestelle möglichst nah an der ca. 3 m hohen Stützmauer aus Natursteinen.

Tourbeschreibung

Du gehst auf das Restaurant Laura zu. Gegenüber vom Restaurant beginnt auf der Seite der Stützmauer der Wanderweg Ruta No 1 Refugio Sierra Crestellina. Es handelt sich um eine Betonstraße, die sich am rechten Hang des Baches Arroyo de Albaran bergauf windet. Bereits nach kurzer Zeit genießt du schöne Ausblicke von oben auf Casares.

Je weiter du gehst, desto kleiner wird der Ort, der hoch oben auf einem Hügel thront. Rechts passierst du die Finca Xochipilli, deren Garten ein Mexiko-Fan mit allerlei indianischen Skulpturen ausgestattet hat sowie die Finca Cueva Aranda mit ihren Felsenhöhlen.

Bald erreichst du den Scheitelpunkt der Wanderung, ab dem es wieder in Richtung Casares geht. Links hast du einen tollen Blick auf den Affenfelsen von Gibraltar. Nach 10 Minuten gehst du durch eine Schranke und folgst dem Hauptweg weiter bergauf in den Wald.

Nach weiteren 10 Minuten lichtet sich der dichte Pinienwald und gibt den Blick frei auf das prächtige Tal mit Casares, dem Felsen von Gibraltar und dem Mittelmeer im Hintergrund. Nun geht es fast eben immer entlang des Felsmassivs der Sierra Crestellina auf der rechten Seite.

Nach einer guten halben Stunde zweigt rechts ein Pfad zum Mirador ab. Dort oben hast du nicht nur eine grandiose Fernsicht auf den ganzen Campo de Gibraltar und auf den Affenfelsen, sondern du siehst auch über dem zweiten Gipfel rechts etliche Geier, die hoch am Himmel majestätisch ihre Kreise ziehen. Manchmal ist ein Adler darunter.

Du gehst wieder zurück zum Hauptweg und folgst diesem weiter bergab nach rechts. Schon bald erreichst du das Refugio (unbewirtschaftet), dessen Vorplatz zu einer ausgiebigen Brotzeit einlädt.

Hier beginnt der beschwerliche Teil der Wanderung. Wer sich den Pfad nicht zutraut, sollte den bisherigen Weg nach Casares zurückgehen.

Etwas rechts unterhalb des Refugios hältst du Ausschau nach einem Pflock mit gelber Wegmarkierung. Dort beginnt ein steiler Bergpfad bergab. Wegen des vielen Gerölls kommst du schnell ins Rutschen. Blicke auf Casares entschädigen für die Mühe. Du erreichst einen Grenzzaun der Finca im Tal, auf dessen rechter Seite du dem Pfad weiter bergab folgst, bis dieser in eine von rechts oben kommende, mit grobem Schotter bedeckte Piste einmündet.

Der steilen Piste folgst du nach links ca. 30 m bergab. Am Zaun biegst du nach rechts in einen Feldweg ein, der bis zur Teerstraße MA-7150 führt. Diese Teerstraße gehst du nach links bergauf Richtung Casares auf einem hölzernen Fußweg am Rande der Straße.

Nach ca. 500 m führt rechts die Calle Carrera bergab in den Ort hinein. Wer Casares erkunden möchte, biegt hier nach rechts ab. Zum Auto geht es jedoch weitere 400 m halblinks bergauf auf der MA-8300.

Die Gastronomie in Casares ist nicht überzeugend. Am ehesten kann noch das Restaurant La Terraza direkt an der MA-8300 an der Grenze zwischen Casares und Puerto de la Cruz empfohlen werden – falls es geöffnet hat. Dort kannst du auf einem rund um das Haus angelegten Balkon essen, während die Geier an dir vorbei segeln.

Während der ganzen Wanderung gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Du solltest also etwas zu Essen und ausreichend Getränke einpacken. Bergwanderschuhe sowie ein Wanderstock für den steilen Abstieg sind sehr zu empfehlen.

Wer von der Costa del Sol angereist ist, kann bis zur Küstenstraße A-7 auf dem Anreiseweg für die Leute von der Costa de la Luz zurück fahren. Für diejenigen, welche von der Costa de la Luz angereist sind, gilt das Umgekehrte.

Karte und Höhenprofil

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