RO7: Bergtour Sierra de Líjar

Etwas abgesetzt vom Stausee von Zahara in der Provinz Cádiz befindet sich ein etwas unnahbar wirkendes, beinahe rechteckiges Gebirge. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um den Tafelberg bei Kapstadt, sondern um die Sierra de Líjar. Der Berg ist nicht nur ein beliebtes Wanderziel, sondern auch ein Eldorado für Gleitschirmflieger.
Wandern Sierra de Líjar
Wandern in der Sierra de Líjar ( Foto: Wolfgang Zöllner )
Schwierigkeitsgrad: Moderat
Länge: 12.65 km

Anreise

Für die Anreise von der Costa del Sol musst du 2,5 Stunden einplanen. Trotzdem kannst du die gesamte Tour an einem Tag schaffen, denn die Besteigung des Berggipfels dauert höchstens 5 bis 6 Stunden.

Von der Costa del Sol fährst du nach Ronda, dann auf der gut ausgebauten A-374 in Richtung Sevilla, die hinter dem Stausee von Zahara in die A-384 übergeht.

Nachdem du das Dorf Algodonales passiert hast, mündet nach ca. 3 km rechts die Bergstraße A-8126 in Richtung Morón ein. Hier biegst du rechts ab in Richtung »La Muela/Morón«. Nach ca. 5 km geht die A-8126 halblinks weiter nach Morón. Hier biegst du aber rechts ab auf die CA-9101 in Richtung La Muela. Du fährst durch das ganze Dorf hindurch und weiter auf der CA-9101 in Richtung Olvera. Ca. 500 m hinter dem Ortsende von La Muela zweigt rechts neben einem Baustellenschild eine Schotterstraße ab.

Du musst entscheiden, ob du das Auto hier abstellst, oder auf der üblen Schlaglochpiste ca. 2 km bergauf auf die dunkle Wand der Sierra de Líjar zu fährst und das Auto an dem kleinen Rastplatz am Fuße der Sierra de Líjar parkst.

Von der Costa de la Luz fährst du nach Arcos de la Frontera und weiter auf der A-384 in Richtung Ronda. Ca. 3 km vor Algodonales zweigt links die A-8126 in Richtung Morón ab. Ab hier geht es weiter wie oben. Die Rückreise entspricht der Hinfahrt.

Tourbeschreibung

Vom Rastplatz führt ein erdiger Wanderpfad auf die Felswand der Sierra de Líjar zu. Kurz vor der Wand geht es links über ein Schotterfeld weiter. Der Pfad verläuft parallel zum lang gezogenen Gebirgsmassiv in Richtung Olvera und gewinnt stetig an Höhe. Vielleicht siehst du das Adlerpärchen, das hier in der Steilwand sein Nest hat.

Nachdem du ein Gatter passiert hast, verläuft der Pfad halbrechts durch mannshohes Gebüsch. Schließlich zweigt rechts ein Pfad ab, dem du bergauf folgst, bis du ein Hochplateau mit grauem Kies erreichst, der einem Vulkanausbruch zu entstammen scheint. Hier kannst du eine Rast einlegen. Ob du diesen Platz erreichst, hängt von deiner Disziplin ab.

Denn unterwegs verführen dich zahlreiche Madroños (Erdbeerbäume), von ihren süßen roten, gelben und orangefarbenen Früchten zu naschen. Die Bäume sind leicht zu erkennen, da dort bereits viele bunte Früchte am Boden liegen.

Die Bergtour geht nun in Richtung Algodonales weiter auf der grauen Schotterstraße über das Hochplateau. Nach 500 m zweigt links eine Schotterstraße zum Seismologischen Institut ab, du gehst aber geradeaus weiter. Hinter einem großen Gatter geht es halbrechts weiter auf einer hellbraunen Schotterstraße, die sich bald zu einem Gebirgsgrat verengt.

Hier genießt du links den Ausblick auf den Stausee von Zahara und das Dorf Algodonales, rechts auf das Dorf la Muela und entfernt auf die schöne Stadt Olvera. Voraus erkennst du am Abhang des Miradors de Levante einige Gleitschirmflieger, die nach Algodonales hinab schweben.

Wo die Schotterstraße verzweigt, gehst du nach rechts bergab weiter, bis du schließlich am Rastplatz ankommst, an dem die Tour begonnen hat. Ggfls. musst du von hier noch die 2 km auf der Schlaglochpiste bis zu deinem Auto weiter marschieren.

Das nächste Gasthaus befindet sich in Algodonales. Die ärmliche Bar in La Muela ist für Touristen eher ungeeignet. Während der ganzen Bergtour gibt es keine Einkehrmöglichkeit. Du solltest also ausreichend Verpflegung und Getränke einpacken. Bergwanderschuhe sind sehr zu empfehlen.

Rückreise an die Costa del Sol

Wer über Ronda angereist ist, kann bei Algodonales rechts abbiegen auf die A-2300, die am gegenüberliegenden Ufer des Stausees entlang führt, ehe sie wieder als A-7378 in die A-374 nach Ronda einmündet. Unterwegs könnte dann noch ein Abstecher auf die Burg von Zahara de la Sierra reizvoll sein.

Karte und Höhenprofil

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