Urlaub in Spanien – welche Versicherungen sind sinnvoll?

Koffer weg, Autoschaden, Bein gebrochen? Viele Verbraucher schließen für ihre Urlaube extra Reiseversicherungen ab, um auch im Ausland rundum geschützt zu sein. Doch welche Policen lohnen sich tatsächlich und welche sind nicht notwendig?
Urlaub Reiseversicherungen
Welche Reiseversicherungen braucht man wirklich? ( © thingamajiggs - Fotolia.com )

Auslandsreisekrankenversicherung

Wer im Spanien-Urlaub plötzlich an starken Zahnschmerzen leidet, einen Sonnenstich bekommt oder sich eine Lebensmittelvergiftung einfängt, muss wohl oder übel einen Arzt aufsuchen. Zwar ist das Gesundheitssystem in Spanien sehr gut, allerdings können für einen Arztbesuch im Ausland hohe Kosten entstehen, wenn man nicht ausreichend versichert ist. Ein Zahnarztbesuch kann in den dreistelligen Bereich gehen, eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sogar Tausende Euro pro Tag kosten.

Die meisten Krankenversichertenkarten auch in Europa, doch wichtige Leistungen wie einen Rücktransport nach Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nicht. Des Weiteren werden die Behandlungskosten von der gesetzlichen Krankenversicherung auch nur bis zu einer bestimmten Höhe übernommen. Die private Auslandsreisekrankenversicherung ist unerlässlich, denn sie zahlt komplett.

Vor dem Abschließen der Police ist es wichtig, verschiedene Anbieter im Hinblick auf Leistung und Kosten miteinander zu vergleichen, um die beste Versicherung für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Im Ratgeber von CosmosDirekt können Interessierte unter anderem nachlesen, auf welche Details sie beim Vergleich unbedingt achten sollten.

Reisegepäckversicherung

Während die Auslandsreisekrankenversicherung für jeden Urlauber sinnvoll ist, können Reisende auf die Reisegepäckversicherung verzichten. Denn ist die Airline für den Verlust des Koffers verantwortlich, muss sie für den Schaden haften. Wird das Gepäck bei einem Einbruch in die Ferienwohnung oder das Hotelzimmer entwendet, haftet in vielen Fällen die Hausratversicherung.

Sollte das Gepäck in anderen Situationen beschädigt oder entwendet werden, muss der Versicherte beweisen, dass er nicht fahrlässig gehandelt hat, und den Verlust des Reisegepäcks an Ort und Stelle sofort polizeilich melden – die meisten Versicherer sind hier nicht kulant. Zudem sind elektronische Geräte wie Laptops, Handys oder Geld durch die Reisegepäckversicherung in der Regel nicht abgedeckt.

Reiserücktrittsversicherung

Die Reiserücktrittsversicherung tritt in Kraft, wenn ein Reisender einen Urlaub aus unvorhersehbaren Gründen wie Krankheit, Unfall oder Verlust des Arbeitsplatzes nicht antreten kann. Diese Police ist durchaus sinnvoll, wenn es sich um eine weit im Voraus gebuchte oder sehr teure Reise handelt.

Auch wenn chronisch Kranke, Senioren oder Familien mit Kleinkindern in den Urlaub fahren, ist eine Reiserücktrittsversicherung sinnvoll. Sie übernimmt die Stornogebühren, die beim Absagen einer Reise anfallen.

Vorsicht: Die Police greift in einigen Fällen nicht – unter anderem dann, wenn der Versicherte sein Visum vergessen hat oder eine schwere Erkrankung verschwiegen hat.

»Mallorca-Police«

Wer Spanien mit dem Auto erkunden möchte und dafür auf einen Mietwagen zurückgreift, sollte unbedingt die Mietwagen-Haftpflichtversicherung abschließen, die auch als »Mallorca-Police« bezeichnet wird.

Zwar werden Mietautos meist mit einer Haftpflichtversicherung zusammen angeboten, doch vor allem in Spanien fällt die gesetzliche Mindestdeckungssumme sehr niedrig aus. Bei einem Verkehrsunfall liegen die Kosten meist deutlich über dieser Mindestsumme.

Kommen Personen zu Schaden, ist der Verursacher unter Umständen sogar finanziell ruiniert, denn für die Differenz zwischen Deckungssumme und Schadenshöhe haftet der Versicherte mit seinem Privatvermögen. Aus diesem Grund sollte jeder Mietwagenfahrer die »Mallorca-Police« abschließen: Sie deckt in der Regel selbst Schäden in Millionenhöhe.

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