Rauchen in Spanien: Was du als Urlauber wissen musst

Rauchen Spanien Regeln
In Spanien sind die Rauchergesetze ziemlich streng ( mrpuen / Depositphotos.com )

Du rauchst und planst einen Urlaub in Spanien? Dann solltest du dich vorher unbedingt mit den geltenden Regeln vertraut machen. Denn das Rauchverbot in Spanien gehört zu den strengsten in ganz Europa – und es wird gerade noch einmal deutlich verschärft.

In diesem Beitrag erfährst du, wo du in Spanien rauchen darfst, wo es verboten ist, was das geplante neue Gesetz bedeutet und worauf du in Städten wie Barcelona, Málaga, Valencia oder Sevilla besonders achten solltest.

Rauchverbot in Spanien: Die Grundlagen

Spanien hat bereits 2005 ein umfassendes Anti-Tabak-Gesetz eingeführt, das den Tabakkonsum in Arbeitsstätten, öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln untersagte.

Richtig ernst wurde es dann 2010 mit einer grundlegenden Reform: Seitdem gilt ein striktes Rauchverbot in sämtlichen Innenräumen der Gastronomie. Was das konkret heißt? Es gibt in Spanien keine Raucherkneipen mehr. Keine abgetrennten Raucherbereiche in Restaurants, keine Raucherzimmer in Bars. Das Rauchen wurde komplett aus den Innenräumen verbannt – ohne Ausnahmen.

Im Vergleich zu Deutschland, wo lange über Sonderregelungen und Eckkneipen diskutiert wurde, hat Spanien hier radikal durchgegriffen. Und die Bevölkerung hat sich längst damit arrangiert. Zum Rauchen geht man nach draußen, Punkt.

Das Rauchverbot gilt aktuell an folgenden Orten:

  • In allen geschlossenen öffentlichen Räumen wie Bars, Restaurants, Diskotheken und Casinos
  • Am Arbeitsplatz und in Büros
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln, also Bussen, Bahnen, U-Bahnen und Taxis
  • In Flughäfen und Bahnhöfen
  • In Krankenhäusern und auf dem Gelände von Gesundheitszentren
  • In Schulen, Kindergärten und auf Spielplätzen
  • In Sportstadien (viele Vereine wie der FC Barcelona haben eigene, noch strengere Regeln)

Darf man in Spanien auf der Straße rauchen?

Ja, grundsätzlich ist das Rauchen in Spanien in der Öffentlichkeit auf der Straße erlaubt. Du darfst also auf dem Bürgersteig oder in einem Park eine Zigarette rauchen. Allerdings gibt es ein paar wichtige Einschränkungen, die du kennen solltest.

In der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und Spielplätzen ist Rauchen tabu. Einige Gemeinden haben während der Corona-Pandemie Abstandsregeln eingeführt, die teilweise noch gelten. Auf den Balearen beispielsweise wurde zwischenzeitlich ein Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen verlangt.

Auch wenn viele dieser Sonderregeln inzwischen wieder aufgehoben wurden, solltest du im Zweifelsfall darauf achten, genügend Abstand zu halten und andere nicht zu belästigen.

Das geplante neue Anti-Tabak-Gesetz (dazu weiter unten mehr) sieht außerdem eine Sperrzone von 15 Metern rund um die Eingänge öffentlicher Einrichtungen wie Schulen, Kliniken und Sportstätten vor. Wenn das Gesetz so durchkommt, wird also auch das Rauchen im Freien stärker eingeschränkt.

Rauchen in Spanien: Restaurant, Bar und Terrasse

In den Innenräumen von Restaurants und Bars ist das Rauchen ohne jede Ausnahme verboten. Das gilt in ganz Spanien, egal ob in der kleinen Tapas-Bar in Sevilla oder im schicken Restaurant in Barcelona.

Auf Außenterrassen sieht die Sache aktuell noch anders aus: Dort ist das Rauchen grundsätzlich erlaubt – vorausgesetzt, die Terrasse ist nicht überdacht und nicht seitlich geschlossen.

Der Restaurantbetreiber kann das Rauchen auf seiner Terrasse zusätzlich untersagen, muss es aber nicht. In der Praxis wirst du feststellen, dass auf den meisten offenen Terrassen in Andalusien und ganz Spanien noch geraucht werden darf.

Das könnte sich allerdings bald ändern. Der im September 2025 vom Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf sieht ein Rauchverbot auf Terrassen von Restaurants und Bars vor. Sollte das Gesetz das Parlament passieren, wäre die Zigarette zum Café con leche auf der Terrasse Geschichte.

Die Gastronomiebranche läuft dagegen Sturm und warnt vor negativen Folgen für den Tourismus, während laut Umfragen rund 74 Prozent der spanischen Bevölkerung ein solches Verbot befürworten würden.

Rauchverbot Spanien aktuell: Das geplante neue Gesetz

Im September 2025 hat der spanische Ministerrat einen Vorentwurf für ein deutlich verschärftes Anti-Tabak-Gesetz gebilligt. Gesundheitsministerin Mónica García bezeichnete die Reform als »tiefgreifend« und als einen »wichtigen Schritt im Kampf gegen das Rauchen«. Die wichtigsten Punkte des Gesetzentwurfs im Überblick:

  • Terrassen von Restaurants und Bars: Rauchverbot auf gastronomischen Außenterrassen
  • Hotelaußenbereiche: Kein Rauchen mehr an Außenpools und in öffentlichen Hotelbereichen
  • Sport und Kultur: Rauchverbot in Fußballstadien, Sportanlagen und bei Open-Air-Veranstaltungen
  • Bildung und Gesundheit: Rauchverbot auf dem gesamten Universitäts-Campus, vor Schulen und Krankenhäusern
  • Verkehr: Rauchverbot an Bus- und Bahnhaltestellen, in Dienstfahrzeugen
  • Schwimmbäder: Rauchverbot in öffentlichen Freibädern
  • E-Zigaretten: Erstmals werden E-Zigaretten, Vapes, Shishas und Tabakerhitzer rechtlich genauso behandelt wie herkömmliche Zigaretten
  • Minderjährige: Erstmals wird nicht nur der Verkauf, sondern auch der Konsum von Tabakprodukten durch unter 18-Jährige ausdrücklich verboten
  • Sperrzone: 15 Meter Rauchverbot rund um Eingänge öffentlicher Einrichtungen

Das Gesetz muss allerdings noch vom Parlament verabschiedet werden, und da die Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez auf Stimmen der Regionalparteien angewiesen ist, könnte sich am Inhalt noch einiges ändern.

Für Raucher auf Spanienurlaub heißt das: Informiere dich vor der Reise über den aktuellen Stand, denn die Regeln können sich kurzfristig ändern.

Rauchen am Strand in Spanien

Das Thema Rauchen am Strand ist in Spanien ein ziemliches Flickwerk, denn es gibt bislang kein einheitliches nationales Strandrauchverbot. Die Entscheidung liegt bei den einzelnen Gemeinden – und die handhaben es sehr unterschiedlich.

An der Costa del Sol rund um Málaga gibt es bereits zahlreiche Strände mit Rauchverbot. Barcelona hat das Rauchen an allen städtischen Stränden untersagt. In Valencia sind ebenfalls immer mehr Strände rauchfrei.

An der Costa Blanca ist das Bild besonders gemischt: Während Gemeinden wie Calpe und Dénia strikt gegen das Rauchen am Strand vorgehen, ist es in Alicante-Stadt noch weitgehend erlaubt. An einigen Orten wie El Campello sind sämtliche 23 Strandkilometer komplett rauchfrei.

Wer gegen ein bestehendes Strandrauchverbot verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern von bis zu 2.000 Euro rechnen. Die Gemeinden begründen die Verbote vor allem mit den Umweltschäden durch im Sand zurückgelassene Zigarettenstummel. Und die Akzeptanz steigt: In Calpe beispielsweise ist die Zahl der Familien mit Kindern an den rauchfreien Stränden seit Einführung des Verbots um acht Prozent gestiegen.

Achte also am besten immer auf die Beschilderung am Strand. Steht dort »Playa sin humo« (rauchfreier Strand), solltest du die Zigarette unbedingt steckenlassen. Viele Strände in Naturschutzgebieten unterliegen übrigens automatisch einem Rauchverbot – auch ohne spezielle kommunale Regelung.

Rauchen im Hotel in Spanien: Zimmer und Balkon

In Hotelzimmern gilt in Spanien schon seit Jahren praktisch flächendeckend ein Rauchverbot. Die Zeiten, in denen Hotels bis zu 30 Prozent ihrer Zimmer für Raucher reservieren durften, sind weitgehend vorbei. Die allermeisten Häuser sind komplett als Nichtraucherhotels ausgewiesen.

Was den Hotelbalkon betrifft, variiert die Regelung von Hotel zu Hotel. Grundsätzlich ist das Rauchen auf dem eigenen Hotelbalkon nicht gesetzlich verboten – es liegt im Ermessen des Hotelbetreibers. Manche Hotels erlauben es, andere untersagen es ausdrücklich.

Am sichersten ist es, direkt an der Rezeption nachzufragen. Wenn dein Hotel das Rauchen auf dem Balkon erlaubt, nutze unbedingt einen Aschenbecher und wirf keine Kippen nach unten.

Das geplante neue Gesetz könnte die Situation weiter verschärfen: Es sieht vor, dass das Rauchen in Außenbereichen von Hotelanlagen, also auch an Pools und in Gärten, künftig verboten wird. Ob Balkone privater Hotelzimmer davon ebenfalls betroffen sein werden, ist noch nicht endgültig geklärt.

Falls dir das Rauchen im Hotel wichtig ist, solltest du bei der Buchung gezielt nach Hotels suchen, die noch Raucherzonen oder Balkone zum Rauchen anbieten.

Rauchen in Barcelona

Barcelona ist beim Thema Rauchverbot eine der strengsten Städte Spaniens. An allen städtischen Stränden gilt ein komplettes Rauchverbot. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 2.000 Euro rechnen.

In der Innenstadt darfst du auf der Straße rauchen, aber nicht in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern oder Spielplätzen. In den Stadien des FC Barcelona und des RCD Espanyol gilt ebenfalls ein striktes Rauchverbot.

Die Terrassen der zahlreichen Bars und Restaurants in der Altstadt, am Passeig de Gràcia oder in Barceloneta sind aktuell noch zum Rauchen freigegeben – sofern sie offen und nicht überdacht sind.

Auf den Ramblas und in den belebten Vierteln Barcelonas wirst du aber feststellen, dass immer mehr Lokalbesitzer das Rauchen auf ihren Terrassen aus eigenem Antrieb verbieten.

Rauchen in Málaga

Auch Málaga verschärft die Regeln zunehmend. An vielen Stränden der Costa del Sol ist das Rauchen bereits verboten. In der Innenstadt von Málaga gelten die landesweiten Regelungen: auf der Straße erlaubt, in Innenräumen verboten, auf offenen Terrassen in der Regel noch gestattet.

Málaga ist für seine lebendige Bar- und Terrassenkultur bekannt, und gerade an lauen Abenden wird auf den Terrassen in der Altstadt gerne auch geraucht. Beachte aber die örtlichen Schilder und respektiere Nichtraucherbereiche.

Rauchen in Valencia

In Valencia hat das Thema Rauchen am Strand in den letzten Jahren stark an Fahrt aufgenommen. Mehrere Strände der Stadt sind als rauchfrei ausgewiesen.

In der Innenstadt gelten die üblichen landesweiten Regeln. Die Terrassen rund um die Ciudad de las Artes y las Ciencias oder im hippen Stadtviertel Ruzafa sind aktuell noch rauchfreundlich.

Am Flughafen Valencia (VLC) gibt es nach der Sicherheitskontrolle keinen Raucherbereich mehr. Du musst also entweder vor dem Check-in draußen rauchen oder dich bis nach der Landung gedulden. Ausgewiesene Raucherzonen findest du nur vor dem Terminalgebäude.

Rauchen in Madrid und Sevilla

Auch in Madrid und Sevilla gelten selbstverständlich die gleichen landesweiten Regeln. Auf den Straßen beider Städte darfst du rauchen. In den Tapas-Bars und Restaurants der berühmten Viertel wie La Latina (Madrid) oder Triana (Sevilla) ist das Rauchen drinnen verboten, auf den offenen Terrassen aber noch erlaubt.

Am Flughafen Sevilla (SVQ) gibt es im Sicherheitsbereich keine Rauchermöglichkeit. Ähnlich sieht es am Flughafen Madrid-Barajas (MAD) aus – nach der Sicherheitskontrolle heißt es Abschied nehmen von der Zigarette.

Rauchen am Flughafen in Spanien

Für Raucher sind Flughäfen in Spanien kein Paradies. Grundsätzlich gilt: In den Terminalgebäuden ist das Rauchen überall verboten. Raucherbereiche befinden sich, wenn überhaupt, nur vor den Eingängen der Terminals.

Die Situation an den wichtigsten Flughäfen:

  • Málaga (AGP): Es gibt Berichte über einen Raucherraum in der Nähe von Gate D72, aber die Lage kann sich ändern. Am sichersten ist es, vor der Sicherheitskontrolle draußen zu rauchen.
  • Valencia (VLC): Nach dem Sicherheitscheck gibt es keine Rauchermöglichkeit. Nur außerhalb des Terminalgebäudes gibt es ausgewiesene Zonen.
  • Sevilla (SVQ): Im Sicherheitsbereich kein Raucherbereich vorhanden.
  • Barcelona (BCN): Ebenfalls keine Raucherbereiche nach der Sicherheitskontrolle.
  • Madrid-Barajas (MAD): Auch hier gibt es im Sicherheitsbereich keine Rauchermöglichkeit mehr.

Wenn du vor dem Abflug noch rauchen möchtest, plane also genug Zeit ein, um nach dem Einchecken noch einmal kurz vor das Terminal zu gehen und danach erneut durch die Sicherheitskontrolle zu müssen. Bei den oft langen Warteschlangen an spanischen Flughäfen ist das mit etwas Stress verbunden.

Zigaretten kaufen in Spanien

Zigaretten bekommst du in Spanien nicht im Supermarkt und auch nicht an der Tankstelle. Der Verkauf von Tabakwaren ist ein staatliches Monopol und findet ausschließlich in lizenzierten Tabakgeschäften statt, den sogenannten Estancos.

Du erkennst sie an einem braunen Schild mit einem gelben oder roten »T«. Die meisten Estancos haben reguläre Öffnungszeiten und schließen abends sowie häufig während der Mittagsruhe (Siesta).

Daneben findest du in Bars, Restaurants und Hotels manchmal Zigarettenautomaten. Diese funktionieren in der Regel mit Altersnachweis – häufig über die Hotelkarte oder durch Vorlage des Ausweises beim Barpersonal.

Zigarettenpreise in Spanien

Die gute Nachricht für Raucher: Zigaretten sind in Spanien immer noch deutlich günstiger als in Deutschland. Im Durchschnitt zahlst du für eine Schachtel mit 20 Zigaretten zwischen 5,00 und 6,20 Euro, je nach Marke. Zum Vergleich: In Deutschland kostet die gleiche Packung oft 8,00 Euro und mehr.

Ein paar Richtwerte für beliebte Marken auf dem spanischen Festland (Stand 2025):

  • Marlboro: ca. 6,00 €
  • Camel: ca. 5,85 €
  • Lucky Strike: ca. 5,65 €
  • Winston: ca. 5,20 €
  • Pall Mall: ca. 5,00 €
  • L&M: ca. 4,80 €

Die Preise sind auf dem gesamten Festland und den Balearen einheitlich staatlich festgelegt. Auf den Kanarischen Inseln sind Zigaretten wegen einer Sonderregelung bei der Mehrwertsteuer nochmals rund 10 Prozent günstiger.

Seit Anfang 2025 sind die Preise allerdings merklich gestiegen. Die spanische Regierung hat die vorübergehend gesenkte Mehrwertsteuer wieder angehoben, und auch die Tabaksteuern werden schrittweise erhöht. Premium-Marken wie Rothmans kosten inzwischen 6,65 Euro, und XL-Packungen mit 40 Zigaretten können bis zu 10 Euro kosten. Dennoch bleibt der Preisvorteil gegenüber Deutschland mit etwa 2 bis 3 Euro pro Schachtel bestehen.

Drehtabak ist ebenfalls günstiger: Eine 30-Gramm-Packung kostet in Spanien etwa 4,00 bis 5,00 Euro, in Deutschland zahlst du dafür oft über 6,00 Euro.

Seit April 2025 wird auch auf E-Zigaretten und Vape-Produkte eine Verbrauchsteuer erhoben.

Zollfreimenge: Wie viel darf ich mitnehmen?

Innerhalb der EU gelten großzügige Freimengen für den Eigenbedarf. Du darfst aus Spanien nach Deutschland mitnehmen:

  • 800 Zigaretten (4 Stangen)
  • 400 Zigarillos
  • 200 Zigarren
  • 1 Kilogramm Rauchtabak

Diese Mengen gelten als Richtwerte für den persönlichen Bedarf. Wer mehr einführt, muss glaubhaft machen, dass es sich um Eigenbedarf handelt. Ein gewerblicher Handel ist natürlich verboten.

E-Zigaretten und Vapes in Spanien

Bislang wurden E-Zigaretten in Spanien etwas lockerer behandelt als herkömmliche Zigaretten. In geschlossenen öffentlichen Räumen war das Dampfen zwar offiziell nicht erlaubt, die Durchsetzung war aber unterschiedlich. In manchen Nachtclubs wurde noch geduldet, in Restaurants eher nicht.

Das neue Gesetz wird hier für klare Verhältnisse sorgen: E-Zigaretten, Vapes, Tabakerhitzer und Shishas sollen künftig exakt den gleichen Regeln unterliegen wie klassische Zigaretten. Wo Rauchen verboten ist, wird auch Dampfen verboten sein. Einweg-E-Zigaretten (Disposable Vapes) sollen komplett vom Markt verschwinden.

Für den Moment gilt: In geschlossenen öffentlichen Räumen solltest du auf keinen Fall dampfen. Auf offenen Terrassen und auf der Straße ist es aktuell meist noch geduldet, aber erkundige dich am besten vorher.

Spanisches Rauchergesetz: Welche Strafen drohen?

Bei Verstößen gegen das Rauchverbot in Spanien musst du mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Die aktuelle Staffelung:

  • Leichte Verstöße (z. B. Rauchen an einem verbotenen Ort): Bußgelder von 30 bis 600 Euro
  • Rauchen am Strand mit bestehendem Verbot: bis zu 2.000 Euro
  • Rauchen im Auto mit Minderjährigen: bis zu 1.500 Euro
  • Schwere Verstöße (z. B. Werbung für Tabakprodukte): bis zu 600.000 Euro

Die hohen Beträge von mehreren Hunderttausend Euro richten sich natürlich vor allem an Unternehmen, die gegen Werbeverbote verstoßen. Als Tourist wirst du realistischerweise im Bereich von 30 bis 2.000 Euro liegen – was aber immer noch ordentlich wehtun kann.

Wichtig: Diese Regelungen gelten selbstverständlich auch für Touristen. Die Ausrede »Das wusste ich nicht« wird von den Behörden nicht akzeptiert.

Rauchen im Mietwagen

Im eigenen oder gemieteten Auto darfst du in Spanien rauchen – aber nur, wenn keine Minderjährigen unter 18 Jahren im Fahrzeug sitzen. Sonst drohen bis zu 1.500 Euro Bußgeld.

Allerdings verbieten die meisten Mietwagenanbieter in Spanien das Rauchen im Fahrzeug vertraglich. Wer sich nicht daran hält, muss mit zusätzlichen Reinigungsgebühren oder Vertragsstrafen rechnen.

Wirf auf keinen Fall eine Zigarettenkippe aus dem Fenster – besonders in den trockenen Sommermonaten in Andalusien besteht extreme Waldbrandgefahr, und das Wegwerfen von glimmenden Gegenständen kann als Straftat gewertet werden.

Ab wann darf man in Spanien rauchen?

Das Mindestalter für den Kauf von Tabakwaren liegt in Spanien bei 18 Jahren. Im Estanco wird beim Kauf kontrolliert, und auch die Zigarettenautomaten funktionieren nur mit Altersnachweis.

Das geplante neue Gesetz geht noch einen Schritt weiter: Nicht nur der Kauf, sondern erstmals auch der Konsum von Tabakprodukten durch Minderjährige soll ausdrücklich verboten werden.

Tipps für Raucher im Spanienurlaub

Zum Schluss noch ein paar praktische Tipps, damit du entspannt durch deinen Urlaub kommst:

  • Informiere dich vor der Reise über den aktuellen Stand der Gesetzgebung. Die Regeln ändern sich gerade rasant.
  • Achte am Strand immer auf Schilder. »Playa sin humo« bedeutet rauchfreier Strand.
  • Frag im Hotel an der Rezeption, ob und wo du rauchen darfst – besonders beim Thema Balkon.
  • Nimm einen tragbaren Aschenbecher mit. In Spanien gibt es diese kleinen Taschen-Aschenbecher überall zu kaufen. Das schont die Umwelt und bewahrt dich vor Ärger.
  • Plane am Flughafen Zeit ein, wenn du vor dem Abflug noch rauchen möchtest. Nach der Sicherheitskontrolle gibt es an den meisten spanischen Flughäfen keine Möglichkeit mehr.
  • Decke dich im Estanco ein. Tabakläden haben Siesta-Zeiten und schließen oft früh am Abend.
  • Respektiere Nichtraucher. Die Zeiten, in denen in Spanien hemmungslos in jeder Bar gequalmt wurde, sind endgültig vorbei. Rücksichtnahme wird nicht nur erwartet, sondern eingefordert.
Verfasst am 10. Februar 2026
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