Guadix

Guadix in der Provinz Granada besitzt zahlreiche sehenswerte Bauwerke und einzigartige Höhlenwohnungen.
Guadix
Malerisch: Guadix und die Berge der Sierra Nevada im Hintergrund
Arena Photo UK / Shutterstock.com

Guadix - Die Stadt der Wohnhöhlen

Spanien hat, ohne Zweifel eine Vielzahl an bekannten und attraktiven Urlaubsorten zu bieten. Wer jedoch während seines Urlaubs eine der ältesten menschlichen Siedlungen des Landes kennenlernen möchte, der sollte in die im Osten der autonomen Region Andalusien liegende Provinz Granada reisen. In deren Landesinneren, etwa 50 Kilometer nordöstlich der gleichnamigen Hauptstadt, befindet sich auf einer Hochebene die Kleinstadt Guadix, die neben bedeutenden Kunstschätzen vor allem durch ihre Wohnhöhlen bekannt geworden ist.

Von Deutschland aus können die Flugverbindungen nach Granada oder Málaga genutzt werden, von wo aus Guadix über die A92 mit dem Mietwagen oder Bus bequem zu erreichen ist.

Im einstigen Reich der Mauren

Neben Phöniziern, Karthagern und Römern waren es vor allem die aus Nordafrika stammenden Mauren, die bereits im frühen Mittelalter hier ihre noch heute sichtbaren Spuren hinterließen. Zu dieser Zeit war Guadix als Zentrum der Seidenherstellung bekannt und schon damals wohnte ein Teil ihrer Einwohner in Höhlen, die sie in das hier vorgefundene weiche Tuff- und Lösgestein gegraben hatten. Das milde, mediterrane Klima mit frostfreien Wintern und trockenen, relativ heißen Sommern begünstigte diese nicht unbedingt zeitgemäße Art des Wohnens.

Wo die Menschen noch heute in Höhlen wohnen

Heute sind die weiß getünchten Fassaden und Schornsteine der bewohnten Höhlen, die sich vor allem in der Altstadt konzentrieren, weithin sichtbar. Mit ganz unterschiedlicher Ausstattung sind viele von ihnen noch bewohnt, wobei sich einige der größten sogar als Hotels und eine als Museum für volkstümliche Kunst präsentieren.

Doch neben seiner Einmaligkeit der insgesamt etwa 2000 Höhlen hat Guadix auch eine äußerst attraktive Altstadt zu bieten. Überragt von den Türmen der im 11. Jahrhundert erbauten maurischen Festung Alcazaba, von denen man bis zu den Bergen der Sierra Nevada blicken kann, findet der Besucher in ihr mehrere Paläste wie den des Marquis von Villalegre, prunkvolle Adelshäuser und vor allem Bauwerke im Stil der Mudéjar-Architektur, zu denen die Santiago-Kirche mit ihrer herrlichen Fassade gehört.

Als architektonisches Juwel gilt weiterhin die Kathedrale von Guadix, die einen großartigen Barockchor besitzt.

Einladung zu einer reizvollen Gastronomie

Mit Guadix verbindet sich weiterhin eine auf maurischen Traditionen beruhende Küche. So stehen neben der typischen Migas, mit Knoblauch gebratener Brotkrume mit Schweinefleisch auch Gerichte mit mariniertem Rebhuhn oder das Kartoffelgericht Patatas a lo Pobre auf den Speisekarten der Restaurants und Hotels. Dazu kann gern ein Jerez-Sherry oder einer der vorzüglichen andalusischen Weine genossen werden.

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Sehenswürdigkeiten in Guadix

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