Ardales

Das kleine Dorf Ardales in der Provinz Málaga ist bekannt für seine Höhle und die wunderschöne Landschaft der Region.
Ardales
Blick auf Ardales
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Ardales - Kleines Dorf, große Kultur

Die Gemeinde Ardales mit ihren rund 2.500 Einwohnern befindet sich im gebirgigen Hinterland der Provinz Málaga. Umgeben wird das Dorf von zahlreichen Olivenplantagen und Streuobstwiesen. Beide Wirtschatszweige sind für die örtliche Bauern von großer Bedeutung und die in der Gegend produzierten Olivenöle sind auch überregional bekannt.

Wenn du dir die Zeit für eine Erkundung der umliegenden Landschaften machst, so erwartet dich ein Erlebnis für alle Sinne. Am besten du kaufst dir einen örtlichen Wein und genießt ihn dann inmitten der andalusischen Natur. Bereits einige hundert Meter außerhalb des Ortes erwartet dich eine unvergleichliche Aussicht.

Anreise nach Ardales

Ardales liegt 53 km nordwestlich von Málaga. Mit dem Auto brauchst du über die A-357 nur ca. 50 Minuten. Nach Marbella sind rund 63 km.

Zwischen Málaga und Ardales besteht zudem eine direkte Busverbindung. Der Anbieter Los Amarillos bedient die Strecke mehrmals am Tag. Die Fahrtzeit beträgt, je nach Verbindung, zwischen 50 und 100 Minuten.

Jahrhundertelange Tradition

Die ersten Spuren menschlicher Besiedelung in Ardales werden auf die vorrömische Zeit datiert. Damals herrschten über diese Region die sogenannten Keltiberer. Diese wurden dann mit Beginn der römischen Eroberung größtenteils assimiliert und wandten sich sprachlich dem Vulgärlatein zu. Dieses gilt als der Vorgänger der modernen spanischen beziehungsweise kastilischen Sprache. Der Dialekt, den du heute in Ardales und Umgebung hören wirst, entwickelte sich dagegen erst weit später und ist ungefähr seit dem 18. Jahrhundert in Andalusien präsent.

Historische Bauten und eine faszinierende Höhle

Die wechselseitige Geschichte der Gemeinde Ardales wird am besten an den verschiedenen Bauten im Ort sichtbar. Das Castillo de la Peña war der Ausgangspunkt einer christlichen Revolte zur Zeit des islamisch besetzten Andalusiens. Zudem befindet sich im Ortskern eine sehenswerte Kirche, deren Errichtung in der Zeit der Renaissance erfolgte.

Das Wahrzeichen von Ardales ist jedoch keineswegs baulicher Natur. Die Cueva de Ardales befindet sich etwas außerhalb des Zentrums und ist eine der bedeutendsten Höhlen der Iberischen Halbinsel. Im Inneren findest du Zeichnungen aus der Epoche der Altsteinzeit. Es handelt sich dabei um einen der ältesten Nachweise menschlichen Lebens in Südspanien.

Ein Besuch der Provinzhauptstadt

Bedingt durch die Lage im Hinterland der Provinz Málaga, ist es von Ardales auch nicht weit in die Hauptstadt der Provinz. Málaga begeistert nicht nur mit der grandiosen Lage an der Costa del Sol, sondern besitzt auch eine in jeder Hinsicht sehenswerte Altstadt. Neben der arabischen Zitadelle (Alcazaba) wartet in Málaga auch eines der größten und eindrucksvollsten Römischen Theater im Mittelmeerraum.

Von Ardales aus hast du mehrere Möglichkeiten nach Málaga zu gelangen, wobei jene mit dem Bus sicherlich am entspanntesten ist. Am Stadtstrand kannst du dir eine kleine Abkühlung gönnen und dich anschließend aufmachen, das Zentrum mit all seinen verwinkelten Gassen zu entdecken.

Auch der berühmte Caminito del Rey liegt nur 15 km entfernt von Ardales.

Durch die Nacht im weißen Dorf

Wie in ganz Andalusien machen auch die Menschen in Ardales die Nacht zum Tag. Zu Abend gegessen wird üblicherweise erst gegen 21:30 Uhr. Danach versammeln sich die Einheimischen auf der Straße, wo sie in den Tapas-Bars Bier, Wein und kleine Vorspeisen zu sich nehmen.

Ardales zählt dabei zu jenen weißen Dörfern, in denen das Nachtleben am angesagtesten ist. Bereits am frühen Abend werden dir die ersten Flamenco-Klänge der Straßenmusiker auffallen, welche sich später dann auch mit lateinamerikanischen Rhythmen mischen.

Möchtest du es machen wie die Spanier, dann bestellst du dir in den Restaurants Oliven, Serrano-Schinken oder die leckeren kleinen Salchichas.

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Sehenswürdigkeiten in Ardales

Der Caminito del Rey hatte den Ruf als gefährlichster Wanderweg Europas. Nach seiner Restaurierung ist er jetzt eine der Top-Attraktionen in Andalusien.