Antequera

Antequera ist eine Kleinstadt in der Provinz Málaga. Berühmt ist die Stadt für ihre vielen Kirchen sowie das nahe gelegene Naturschutzgebiet El Torcal.
Antequera
Blick auf Antequera

Antequera – das Herz von Andalusien

In der fruchtbaren Hochebene des Rio Guadalhorce, im bergigen Hinterland der Provinz Málaga, liegt das sonnenverwöhnte Antequera. Über die Autobahn A45 von der Provinzhauptstadt aus leicht zu erreichen, ist das weiße Städtchen, das eine lange Geschichte erzählt, für kulturinteressierte Reisende mit Sicherheit einen Besuch Wert.

Gewaltige Zeugen längst vergangener Zeiten

Antikaria hieß die damals hier in Andalusien erbaute Siedlung der Römer. Prähistorische außerhalb liegende Dolmen (Steingräber) zeugen jedoch von einer noch viel älteren Megalithkultur, deren Besichtigung das Gefühl einer Zeitreise von rund 3000 Jahren vermittelt. Eines der ältesten Zeugnisse westeuropäischer Baukunst ist der Dolmen de Menga, der großzügig angelegt eine riesige ovale Krypta beherbergt. Ganz in der Nähe liegt der deutlich kleinere aber nicht weniger sehenswerte Dolmen de Viera. Der jüngste und wohl raffinierteste Dolmen del Romeral liegt nur ein paar Kilometer weiter und lässt erahnen, welche Opferzeremonien sich hier am großen, gut erhaltenen Steinaltar einst abspielten.

Doch nicht nur alte Bauwerke von Menschenhand gibt es hier zu bewundern, sondern auch das gewaltigen Felslabyrinth von Torcal de Antequera, das neben atemberaubenden Steinkonstrukten auch eine üppige Flora, wie wilde Orchideen beheimatet – ein Meisterwerk von Mutter Natur.

Auch innerhalb des 44.000-Einwohner-Ortes gibt es viel zu entdecken, ob zu Fuß oder mit dem Minibus. Rund 40 Kirchen und Konvente lassen sich hier besichtigen. Schon im Zentrum, das sich als Ausgangspunkt für einen ausgedehnten Bummel durch die Altstadt hervorragend eignet, steht die prächtige Iglesia de San Sebastián mit ihrem reich geschmückten Innenraum. Besonders sehenswert ist auch die Renaissancekirche Santa María la Mayor, die hoch über Antequera an einer alten Festung am Felsen thront. Von dort fällt der Blick auf die Reste altrömischer Therme und auf den in der Ferne liegenden Felsberg Peña de los Enamorados (Felsen der Verliebten), der von einer tragischen Liebesgeschichte erzählt und dessen Form an ein den Himmel anflehendes Gesicht erinnert. Oberhalb der Kirche warten die Reste des Castillo mit maurischen, römischen, sowie christlichen Konstruktionen darauf, besichtigt zu werden, u.a. der gut erhaltene Wehrturm Torre del Homenaje. Nach dem Abstieg an den alten Stadtmauern entlang, laden im Ortskern diverse Museen ein, sich einen Überblick über die Kunst, Kultur und Geschichte von Spanien zu verschaffen.

Andalusische Tradition auch für den Gaumen

Zu einem ausgefüllten Besichtigungstag gehören auch kulinarische Erlebnisse, für die sich diverse Restaurants und Bars in außergewöhnlichem Ambiente anbieten. Ob Tapas oder gehobene Küche, Feinschmecker kommen hier auf ihre Kosten – zum Beispiel unter den Rängen der Stierkampfarena in entsprechend dekoriertem Umfeld. Auf der Karte ganz klar: Stierschwanz und Rindfleisch.

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