Almería

Almería liegt geschützt in der Bucht des Golfs von Almería ganz im Osten Andalusiens und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Almería
Blick auf den Hafen von Almería
Brigida Soriano / Shutterstock.com

Almería - Sonne satt

Almería ist die östlichste Hauptstadt in Andalusien. Erst durch den Tourismus wurde sie in den letzten Jahren bekannter. Die Stadt liegt an der andalusischen Mittelmeerküste, und zwar an der Costa de Almería. Die Sonne scheint fast das ganze Jahr hindurch, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen 18 bis 19 Grad Celsius. Im Winter ist das Wasser im Mittelmeer häufig wärmer als die Luft. Im Sommer steigen die Temperaturen allerdings selten über 29 Grad tagsüber und im Winter liegen sie bei 16 Grad. Durch den Ostwind bedingt ist es in der Stadt wärmer als in der Provinz Almería.

Der internationale Flughafen liegt etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Außerdem gibt es eine Bahnverbindung in die Hafenstadt und sie ist mit dem restlichen Spanien durch diverse Hauptstraßen sowie durch eine Autobahn verbunden. Eine Schiffsverbindung gibt es nach Mellila vor Nordafrika.

Der Spiegel des Meeres oder der Wachtturm

Über Almería erhebt sich auf einem Berg ein großes maurisches Fort, die Alcazaba. Bereits im 10. Jahrhundert wurde die Anlage von dem Kalifen Abd ar-Rahman errichtet. Daran ist zu erkennen, dass die Stadt der wichtigste Hafen des Emirats Córdoba gewesen ist. Im 16. Jahrhundert wurde die Kathedrale im Renaissance-Stil erbaut. Interessant ist auch die Iglesia de Santiago sowie der Puerta de Purchena, hierbei handelt es sich um einen Platz mitten in der Altstadt, der von modernistischen Gebäuden umgeben ist. Im “Barrio de la Chanca” unterhalb der Alcazaba stehen farbenprächtige Kubenhäuser und es gibt Höhlenwohnungen.

Wichtig wurde die Stadt durch den Handel mit Seide, die aus den Fäden der Seidenraupe des Alpujarras gewebt wurde. Die Alpujarras waren während des Taifa-Königsreichs von Almería seit dem 11. Jahrhundert ein Zentrum zur Seidenherstellung. Die arabischen Herrscher nannten die Hafenstadt “Al-Mariyya”, übersetzt heißt es “Spiegel des Meeres”. Allerdings sind sich die Historiker nicht sicher, vielleicht wurde der Name auch von Al-Mara’a abgeleitet, welches übersetzt der Wachtturm heißt. Im Jahr 1489 eroberten die Katholischen Könige Almería sowie das Umland. Ein Erdbeben zerstörte im Jahr 1522 die Stadt fast vollständig, mit dem Wiederaufbau wurde erst im 19. Jahrhundert begonnen. Noch heute ist der arabische Ursprung der Stadt erkennbar. In der Altstadt gibt es enge Gassen sowie weiße Häuser mit Gärten. In Los Millares, in der Nähe von Almería befindet sich eine archäologische Ausgrabungsstätte. Bereits zwischen 2700 bis 1800 vor Christus wurde die Gegend nachweislich besiedelt.

Der raue Diamant

Almería verfügt über eine wunderschöne Bucht mit langen weißen Sandstränden. Für den Tourismus wurde die Stadt erst in den letzten Jahren entdeckt. Der Charme der Stadt erinnert an einen ungeschliffenen Diamanten und sie ist auch unter dem Namen “rough diamond” bekannt. Noch ist es ein ruhiger Ort für Urlauber, allerdings bietet die Stadt ein überraschend gutes Nachtleben.

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