Unvergesslicher Wanderurlaub in Spanien

Spanien gehört zu den Ländern mit den meisten und am besten ausgebauten Wanderwegen in Europa. Das Land hat neben der vielseitigen Natur auch viele kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Wanderrouten in Spanien sind abwechslungsreich und bieten sowohl Anfängern als auch Wanderprofis einmalige Eindrücke. Auch das Naturpanorama in Spanien ist einmalig in Europa.
Wanderurlaub Spanien
Der berühmte Wanderweg nach Santiago de Compostela ( Foto: Andre_Grunden / Pixabay )

Unvergesslicher Wanderurlaub in Spanien

Im Zuge des allgemeinen Trends zu einer gesünderen Lebensweise wird auch das Wandern bei vielen Menschen immer beliebter. Abseits des Massentourismus ermöglicht das Wandern einen aktiven Individualurlaub und eine flexible Zeit- und Streckeneinteilung. Unterwegs bietet sich häufig die Möglichkeit, Tagesausflüge zu unternehmen und den Wanderurlaub abwechslungsreich zu gestalten.

Im Rahmen eines solchen Wanderurlaubs lassen sich das jeweilige Land bzw. die jeweilige Region mit den Menschen und den kulturellen Besonderheiten hautnah erleben. Das gilt besonders für Spanien – ein Land, in dem einige der berühmtesten Wanderwege der Welt beheimatet sind.

Damit die Wandertour zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, sollten vor Antritt der Reise einige Vorbereitungen getroffen werden. Wichtig ist vor allem eine passende Ausrüstung, zu der wetterfeste, flexible Kleidung, ein robustes, bequemes und rutschfestes Schuhwerk und ein Rucksack mit einem großen Füllvolumen gehören.

Auch wenn eine Wandertour möglichst flexibel gestaltet werden soll, empfiehlt es sich, die Route vor Reiseantritt zumindest grob festzulegen und sich zu versichern, dass diese auch zu bewältigen ist. Anfänger sollten zunächst auf kürzeren Routen ohne zu große Höhenunterschiede wandern, um eine körperliche Überanstrengung zu vermeiden. Auch Zwischenstationen gilt es vorher einzuplanen.

Wandern auf dem Jakobsweg: Spaniens beliebtester Pilgerweg

Die bekannteste und beliebteste Wanderroute in Spanien ist der Jakobsweg. Dieser führt durch ganz Europa nach Santiago de Compostela in Galicien. Die Route ist dank der Popularität sehr gut für Touristen geeignet. Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, für alles ist entlang des Jakobsweges gesorgt. Backpacking-Wanderer können problemlos für jede Etappe einen in der Nähe befindlichen Campingsplatz für die Übernachtungen finden. Auf pincamp.de finden Wanderer eine ausführliche Liste mit Campingplätzen in Spanien.

Wanderer können innerhalb Spaniens zwischen verschiedenen Routen unterschiedlicher Länge wählen. Wenn du gerne das Landesinnere Spaniens erkunden möchtest, kannst im Südwesten Spaniens in der Stadt Sevilla starten. Sevilla ist eine sehr alte Stadt und bietet vor allem geschichts- und kulturinteressierten Wanderern viele interessante Anlaufpunkte.

Die nächste Stadt, die Wanderer auf ihrer Route Richtung Norden erreichen, ist Mérida. Viele Touristen besuchen dort die antiken Bauten aus römischer Zeit, beispielsweise das Amphitheater, den Circus Maximus oder den Tempel der Göttin Diana. Herbergen sind entlang der Pilgerwege reichlich vorhanden.

Tipp: Um zu verhindern, abends müde und erschöpft auf eine überfüllte Herberge zu treffen, solltest du aber gerade in den Frühjahrs- und Sommermonaten vor Antritt der Reise ein Zimmer reservieren. Für Wandernde, die in Gruppen unterwegs sind, lohnt es sich finanziell meist, eine Ferienwohnung anzumieten und sich selbst zu verpflegen.

Die Legende vom heiligen Jakobus

Die Legende, dass der heilige Jakobus seinen Weg auf die iberische Halbinsel gefunden und dort gepredigt habe, ist eine von mehreren frühen Überlieferungen über die missionarischen Aktivitäten und letzten Ruhestätten der Apostel Jesu. Obwohl die Bulle von Papst Leo XIII. Omnipotens Deus aus dem Jahr 1884 die Echtheit der Reliquien in Compostela anerkennt, bleibt der Vatikan unschlüssig, ob es sich bei den Reliquien um die des heiligen Jakobus des Größeren handelt, während er weiterhin die allgemeineren Vorteile einer Pilgerfahrt zu diesem Ort fördert. Papst Benedikt XVI. unternahm bei seinem Besuch in Spanien im Jahr 2010 eine feierliche Pilgerreise zu der Stätte.

Nach einer Überlieferung, die mindestens bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, als sie im Codex Calixtinus aufgezeichnet wurde, beschloss der Heilige Jakobus, ins Heilige Land zurückzukehren, nachdem er in Galizien gepredigt hatte. Dort wurde er enthauptet, aber seine Jünger brachten seinen Leichnam nach Jaffa, wo sie ein wunderbares Steinschiff fanden, das sie und den Leichnam des Apostels auf wundersame Weise nach Iria Flavia, zurück in Galizien, brachte.

Dort baten die Jünger die örtliche heidnische Königin Loba (Wölfin) um die Erlaubnis, den Leichnam zu begraben. Die Königin war verärgert und beschloss, sie zu täuschen, indem sie sie schickte, ein paar Ochsen zu holen, die sie angeblich am Pico Sacro hatte, einem örtlichen heiligen Berg, wo ein Drache hauste. In der Hoffnung, dass der Drache die Christen töten würde, aber sobald das Tier die Jünger angriff, explodierte der Drache beim Anblick des Kreuzes.

Dann marschierten die Jünger los, um die Ochsen einzusammeln, die eigentlich wilde Stiere waren, mit denen die Königin ihre Feinde zu bestrafen pflegte. Doch beruhigten sich die Stiere beim Anblick des Kreuzes der Christen, und nachdem sie einem Joch unterworfen worden waren, trugen sie den Leichnam des Apostels zu dem Ort, wo sich heute Compostela befindet. Die Legende wurde mit geringfügigen Änderungen von dem tschechischen Reisenden Jaroslav Lev von Rožmitál im 15. Jahrhundert wieder aufgegriffen.

Weitere berühmte Wanderwege in Spanien

Neben dem berühmtesten aller Wanderwege, dem Jakobsweg, gibt es in Spanien zahlreiche weitere Pilgerwege mit großer historischer Bedeutung, die auch heute noch beschritten werden können. Beispiele sind:

  • Camino Francés
  • Via de la Plata und Camino Mozárabe
  • Camino de la Costa / Camino del Norte – Der Küstenweg und der nördliche Weg
  • Camino Vasco del Interior
  • Camino Inglés
  • Camino Primitivo
  • Camino Catalán
  • Camino de Madrid
  • Camino de Invierno
  • Camino a Fisterra

Neben diesen besteht selbstverständlich auch ein großes Netz historisch weniger bedeutender Wanderwege, die jedoch nicht minder attraktiv sind. Entsprechende Verzeichnisse finden sich im Internet und in speziellen Reiseführern.

Anzeige
Anzeige
Booking.com
Andalusien Reiseführer

Andalusien Reiseführer

13 Städte, 15 weiße Dörfer, 9 Natur-Highlights, 4 Küsten, 4 Routen und jede Menge echte Geheimtipps – das alles findest du im großartigen Andalusien Reiseführer von Sara und Marco, den beiden Gründern von Love and Compass.

» Mehr Informationen