Fernweh auf Rädern: Andalusien-Urlaub mit dem Wohnmobil

Wie überall in Europa boomt der Wohnmobil-Tourismus auch in Andalusien. Kaum eine andere Art des Reisens bringt Urlauber so nah an die Natur heran. Besonders stressgeplagte Städter genießen die Freiheit, die das Reisen mit dem Wohnmobil bietet.
Andalusien Urlaub Wohnmobil
Mit dem Wohnmobil zu den schönsten Stränden in Andalusien ( Anetlanda / Depositphotos.com )

Mit dem Wohnmobil durch Andalusien – auch im Winter eine gute Idee

Wer zum ersten Mal mit dem Camper unterwegs ist, ist oft verwundert über den Komfort: Die meisten Exemplare sehen von innen aus wie kleine Ferienwohnungen mit Betten, Dusche und Kochnische. Auch eine Gasheizung ist häufig vorhanden, sodass selbst kühlere Wetterlagen kein Problem sind.

In Andalusien ist diese jedoch kaum notwendig – hier herrschen ganzjährig angenehme Temperaturen. So tauschen vermehrt Urlauber den kalten, grauen deutschen Winter gegen die Sonne und Entspanntheit der spanischen Südküste ein. Andalusien lockt schließlich mit seinen Traumstränden und wunderschönen Naturlandschaften. Die besonderen Sonnenaufgänge haben der Region sogar den Namen »Levante« eingebracht, was so viel wie »aufgehen« bedeutet.

Anreise mit dem Camper oder Wohnmobil vor Ort mieten?

Wer Zeit und einen eigenen Camper hat, kann natürlich die Anfahrt aus Deutschland auf sich nehmen und so mit einem Roadtrip durch Europa verbinden. Um die etwa zwei- bis dreitausend Kilometer – je nachdem, von wo man startet – zurückzulegen, sollte man jedoch einige Tage einplanen.

Dabei bietet es sich an, einige zusätzliche Zwischenstopps in Städten einzulegen, in denen es sich gut aushalten lässt. Ebenso empfehlenswert ist eine Fahrt entlang der Mittelmeerküste. Alternativ lässt sich aber auch vor Ort ein Camper mieten, beispielsweise in Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens.

Campingplatz oder Wildcampen?

In Andalusien gibt es eine Vielzahl wunderschöner Campingplätze, auf denen man mehr Service geboten bekommt als nur einen Stellplatz. Wer jedoch einzig sein Abwasser entsorgen und keinerlei weitere Annehmlichkeiten in Anspruch nehmen möchte, kann dies unter Umständen auch an Tankstellen oder in Städten tun.

Das sogenannte Wildcampen – das Übernachten an nicht eigens dafür vorgesehenen Plätzen – ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Viele Touristen können sich kaum etwas Romantischeres vorstellen, als am Strand mit dem sanften Rauschen der Wellen im Hintergrund einzuschlafen. Hierbei bewegt man sich jedoch unter Umständen an den Grenzen der Legalität.

Die Schwierigkeit ist, dass die Gesetze zum Wildcampen in Spanien nicht einheitlich geregelt sind. Es gibt staatliche Vorschriften für ganz Spanien, zusätzlich jedoch Gesetze der einzelnen Gemeinden. Diesen obliegt es letztlich, das Camping zu erlauben oder zu verbieten. Grundsätzlich gilt jedoch, dass an Stränden und in Naturparks weder gefahren noch geparkt und somit auch nicht gecampt werden darf.

Ordnungsgemäß auf dafür vorgeschriebenen Parkplätzen für eine Nacht zu stehen, stellt aber meist kein Problem dar – vorausgesetzt, man unterlässt es, Tische und Stühle aufzustellen, Markisen auszufahren und Wäsche aufzuhängen.

Überwintern in Andalusien

Wenn es in Deutschland grau, kalt und dunkel ist, kann man in Andalusien häufig noch Sonnentage um die 20 Grad erleben. Aus diesem Grund nutzen Camper vermehrt die Möglichkeit, im Süden zu überwintern. Insbesondere zwischen Oktober und März sind daher die andalusischen Campingplätze oft gut belegt.

Neben den milden Temperaturen hat das Überwintern den Vorteil, dass Touristenattraktionen, die im Frühling und Sommer vollkommen überfüllt sind, deutlich weniger besucht werden. Die Tropfsteinhöhlen in Nerja, die Überbleibsel der maurischen Kultur in Málaga, Granada und Almería beispielsweise sind daher besonders in der kühleren Jahreszeit gute Reiseziele.

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