Nachhaltiger Urlaub im schönen Andalusien

»Travel-Shaming« ist in Zeiten der Klimaerwärmung bereits zum geflügelten Wort geworden. Zum Glück bietet dir Andalusien zahlreiche Möglichkeiten, deinen Urlaub so zu gestalten, dass dein ökologischer Fußabdruck klein und dein Gewissen rein bleibt. Doch nicht nur das: Mit bewusstem Reisen kannst du auch einen positiven Effekt für die Umwelt, die einheimische Bevölkerung und die regionale Wirtschaft erzielen.
Nachhaltiger Urlaub Andalusien
Die schöne Natur in Andalusien genießen ( Anetlanda / Depositphotos.com )

Worum geht es beim nachhaltigen Tourismus?

Wir alle möchten in einer Welt leben, in der sich die schönen Seiten des Lebens in vollen Zügen und mit gutem Gewissen genießen lassen. Der Tourismus zählt zu den weltweit größten Wirtschaftszweigen. Dementsprechend trägt er auch in hohem Maße zu den globalen klimatischen Veränderungen bei.

Zugleich ist der Tourismus selbst stark von diesen Veränderungen betroffen: Viele Touristen wünschen sich in der Urlaubsregion eine möglichst unberührte Natur zum Entdecken, Genießen und Entspannen. Ebenso wichtig sind ihnen authentische kulturelle Erfahrungen. Die Etablierung einer nachhaltigen Tourismusstruktur steht daher ganz im Zeichen der Zeit.

Der Hintergrund: Die Region, ihr Ökosystem und ihre Kultur sollen für kommende Generationen bestmöglich erhalten bleiben. Nachhaltiger Tourismus soll allerdings nicht nur unter ökologischen Gesichtspunkten nachhaltig sein, sondern auch in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht.

Nachhaltiger Tourismus kommt im Idealfall also nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen vor Ort zugute und wird den Bedürfnissen von Touristen und Destination gleichermaßen gerecht. So kann im Prinzip jede Form von Tourismus – sei es ein Aktivurlaub, ein Strandurlaub oder eine Kulturreise – mit einem entsprechenden Konzept nachhaltig sein.

Andalusien: Nachhaltig in die Zukunft

Andalusien hat umfangreich in den nachhaltigen Tourismus investiert. Das Geld kommt vorrangig rund regionalen 700 Gemeinden zugute. Projekte zur Schaffung touristischer Produkte und Dienstleistungen, zur Förderung der Wirtschaft und der regionalen Zusammenarbeit werden konsequent umgesetzt.

Schließlich bietet gerade das Inland Andalusiens ein beeindruckendes Kulturerbe, eine atemberaubende Natur und eine abwechslungsreiche Gastronomie. Im Zuge der Nachhaltigkeitsförderung werden außerdem die touristischen Angebote in den Küstenregionen und im Inland gemeinsam koordiniert – auch die etwa 60 Küstengemeinden selbst arbeiten verstärkt zusammen, damit die Strände touristisch attraktiv sind und gleichzeitig die Natur bestmöglich geschützt wird.

Sevilla: Eine Region macht es vor

Die Provinz Sevilla agiert seit vielen Jahren in puncto Nachhaltigkeit vorbildlich. Die Region hat sich viele natürliche Landschaftsräume erhalten, insbesondere die Gebirgsregionen im Hinterland: Inzwischen stehen rund 20 Prozent von ihnen unter Naturschutz. Hier kannst du zahlreiche sorgsam gepflegte Schutzgebiete erkunden.

Bei geführten Wanderungen hast du die Gelegenheit, mehr über die Flora und Fauna, ihre Geschichte und ihre Perspektiven zu erfahren. Im Naturpark Sierra de Aracena y Picos de Aroche kannst du beispielsweise ein kilometerlanges Höhlensystem besichtigen und dabei einiges über die Geschichte der Höhlen und die Hintergründe der einzigartigen Verformungen lernen.

Die Hauptstadt Sevilla gilt als eine der schönsten Städte Europas. Das Klima in Sevilla ist mediterran, die Stadt ist eine der sonnenreichsten Städte Spaniens. Dennoch sollten Besucher nicht unterschätzen, dass es im Winter relativ kühl werden kann. Daher empfiehlt es sich, mindestens eine warme Jacke sowie warme Stiefeletten, die bequem genug für ausgedehnte Streifzüge sind, mitzubringen. Denn du wirst stundenlang durch die gut erhaltene, von den Mauren geprägte Stadt wandern können. Durch verwinkelte Gassen, verwunschene Innenhöfe und ausladende Plätze geht es von einem architektonischen Highlight zum nächsten: Die Giralda, die Kathedrale von Sevilla, der Königspalast Alcázar und die Stierkampfarena bieten genug kulturellen Input für tagelange Erkundungstouren.

Auf den Märkten gibt es hochwertige Bio-Lebensmittel aus der Region, beispielsweise Olivenöl, Oliven und Honig. Die Leckereien eignen sich auch wunderbar als Souvenir. In den zahllosen inhabergeführten Bars kannst du leckere Tapas-Kreationen aus regionalen Zutaten kosten. So hast du es auch selbst in der Hand, einen nachhaltigen Tourismus zu stärken – ohne auf Genuss im Urlaub verzichten zu müssen.

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