10 tolle Reiseziele für deinen Spanien Urlaub

Spanien ist als Urlaubsland bei deutschen Touristen heute beliebter als je zuvor. Bei all den schönen Landschaften und Küstenabschnitten ist dies freilich kein Wunder. Wenn auch du deine nächsten Ferien auf dem spanischen Festland oder den Inselgruppen der Balearen oder Kanaren verbringen möchtest, hast du die Qual der Wahl. Im Folgenden werden die bekanntesten und beliebtesten Urlaubsregionen Spaniens vorgestellt.
Reiseziele Spanien
Die beliebte Urlaubsinsel Teneriffa ( © DW )

Mallorca – die Perle der Balearen

Die größte Insel der Balearen ist das beliebteste Reiseziel in Spanien und weit mehr als nur als eine Partymeile für deutsche Urlauber. Hier findest eine einzigartige kulturelle Vielfalt und außerhalb der lauten Hauptstadt Palma viele ursprüngliche Dörfer. Immer mehr Mallorquiner empfinden den Massentourismus inzwischen als Bedrohung und gehen dagegen auf die Straße. Die Regionalregierung reagiert mit Begrenzung der Hotelkapazitäten und dem Verbot von nächtlichem Lärm.

Auf Mallorca sprechen die meisten Bewohner Katalanisch und sind stolz auf ihre Regionalkultur. Die ersten Mandelblüten im März leiten die warmen Monate auf Mallorca ein und damit auch die europäische Fahrradsaison. Ein Geheimtipp auf Mallorca ist die im Norden gelegene Stadt Alcudia mit ihrer historischen Befestigungsanlage.

Teneriffa – Heimat eines einzigartigen Berges

Wenn du den Namen Teneriffa hörst, kommt dir wohl als erstes der Loro-Park in den Sinn. Bekannt geworden ist dieser großflächige Freizeitpark vor allem für seine Show mit Orcas und Delfinen. Daneben faszinieren die roten und gelben Aras.

Das weithin sichtbare Wahrzeichen von Teneriffa ist der rund 3.700 Meter hohe Vulkan Teide, welcher zugleich Spaniens höchste Erhebung darstellt. Von seinem Gipfel hast du eine einzigartige Aussicht auf die Nachbarinseln und kannst zudem unvergleichliche Sonnenuntergänge erleben. Spektakulär sind die Wanderungen durch den riesigen erloschenen Krater und im Nebelwald des Anaga-Gebirges. Oder wie wäre es mit einem Kamelritt in der Wüste?

Fuerteventura – die längsten Strände der Kanaren

Auf Fuerteventura erwarten dich nicht nur traditionelle Dörfer, sondern auch die längsten und breitesten Strände der Kanaren. An vielen Küstenabschnitten ist das Wasser flach und erhitzt sich daher im Sommer gut und gern mal auf über 25 Grad. Selbst im Winter ist es auf Fuerteventura bei Wassertemperaturen von 17-20 Grad angenehm, eine Erfrischung in den nassen Fluten zu nehmen. Weit über die Insel hinaus bekannt ist der regionale Käse, welcher in der Regel aus Ziegenmilch hergestellt wird.

Costa del Sol – Sonne, Strand und weiße Dörfer

An der Costa del Sol trifft die andalusische Lebensfreude auf einen besonders schönen Küstenabschnitt. Im Hinterland erwarten dich die Gipfel der Sierra Nevada, dem Naturpark Los Alcornocales, der Sierra de Grazalema, der Serranía de Ronda und der Sierra Blanca mit ihren Weißen Dörfern, Höhlen und Schluchten. Die größte Stadt der Region ist Málaga, mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und gut besuchten Stränden.

Noch bekannter ist die Alhambra in Granada, welche in der Zeit der islamischen Besiedelung errichtet wurde und heute als eines der wichtigsten Bauwerke des Mittelalters Spaniens gilt.

Ein Kontrastprogramm bietet die Jet-Set Metropole Marbella mit dem Yachthafen Puerto Banús, den echten Bronzestatuen von Salvador Dali auf der Avenida del Mar und der Strandpromenade aus weißem Marmor mit Sitzbänken aus kunstvoll bemalten Kacheln. Marbella ist die einzige Stadt, über der ein Schloss eines Königs aus einem fremden Land thront. erbaut vom König von Saudi Arabien als seine Sommerresidenz nach dem Vorbild des Weißen Hauses in Washington. Marbella ist zudem das Tor nach Ronda, der wohl spanischsten aller Städte in den Bergen.

Costa de la Luz – zwischen Sevilla und dem wilden Atlantik

Die Costa de la Luz ist der am Atlantik gelegene Küstenabschnitt Andalusiens zwischen Tarifa und der portugiesischen Grenze. Hier ist das Meer rauer als am Mittelmeer und die Bedingungen für Kitesurfer sind dadurch deutlich besser.

Die wichtigsten Städte an der Costa de la Luz sind Jerez de la Frontera und Cádiz, wobei letzteres als eine der ältesten Städte Europas gilt. Die Wahrzeichen der weiter landeinwärts gelegenen Stadt Jerez sind die Sherry-Bodegas um die zentral gelegene Kathedrale, die Königlich-Andalusische Reitschule und das Internationale Flamenco-Festival.

Mit dem britischen Überseegebiet Gibraltar befindet sich an der Engstelle zwischen Costa del Sol und Costa de la Luz eine außergewöhnliche Touristenattraktion. Der dortige Affenfelsen ist noch heute Streitpunkt von Besitzansprüchen zwischen Spanien und Großbritannien.

Cordoba – eindrucksvolle Symbiose von Islam und Christentum

Die Großstadt Córdoba am Oberlauf des Flusses Gudalquivir hatte ihre Blütezeit im 9. bis 11.Jahrhundert. Von dieser Zeit zeugt heute die berühmte Mezquita-Kathedrale mit den Hunderten bunter maurischer Säulen, in deren Mitte die christliche Kathedrale erbaut wurde. Eine schöne Altstadt um die Mezquita lädt zum Bummeln und Essen ein.

Costa Brava – Kataloniens schönster Küstenabschnitt

Spaniens nordöstliche Küste steht fest unter dem Einfluss katalanischer Kultur. Von hier ist es nicht weit in die Metropole Barcelona, wo die katalanische Sprache dominiert im alltäglichen Gebrauch. Mit Lloret de Mar befindet sich an der Costa Brava einer der für den Tourismus wichtigsten Küstenorte.

Weitere Wahrzeichen der Costa Brava sind das frühmittelalterliche Kloster Sant Pere de Rodes in El Port de la Selva und das Benediktiner Kloster Montserrat nördlich von Barcelona. Ebenfalls sehenswert ist die Altstadt des Seebades Tossa de Mar.

Barcelona – auf den Spuren Gaudís

Kaum ein Mann war am Erscheinungsbild Barcelonas so beteiligt wie der Architekt Antoni Gaudí. Neben seinem bekanntesten Bauwerk, der noch unvollendeten Sagrada Familia, war er auch für die Gestaltung des Park Güell etwas oberhalb der Stadt verantwortlich. Der Besuch eines Konzerts im Palau de la Música vermittelt einen Eindruck von der kulturellen Vielfalt Barcelonas.

Ein Ereignis von großer Bedeutung für das moderne Barcelona waren die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1992. Damals erhielten nicht nur die Sportstätten der Stadt eine Erneuerung, sondern es wurde auch eine sehenswerte Küstenpromenade samt Sandstrand errichtet. Eine weitere Attraktion Barcelonas ist das Camp Nou, die Heimspielstätte des großen FC Barcelona.

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Madrid – pulsierende Weltstadt

»Als ich das erste Mal nach Madrid kam, stieg ich an der Gran Vía aus der Metro und schaute nach oben: Ich dachte, ich sei in New York«, erzählt Pablo Carbonell, ein in Spanien berühmter Musiker und Showmann. Die spanische Haupt- und Industriestadt Madrid ist nicht »schön«, aber gewaltig, vor allem von der Plaza Mayor über die Puerta del Sol zur Plaza de la Cibeles.

Monarchisten werden sich für das Königsschloss mit dem eleganten Garten Campo del Moro interessieren, Fußballbegeisterte für das Estadio Bernabeu, die Heimat von Real Madrid, Kunstfreunde für den Prado und das Museo Thyssen-Bornemisza, Historiker fahren hinaus zum El Escorial.

Galizien – Sehnsuchtsziel der Pilger

Im äußersten Nordosten befindet sich die raue Region Galizien. Hier sorgen die atlantischen Tiefausläufer für reichlich Regen und für eine aufgepeitschte See am felsigen Ufer, welche man besonders eindrucksvoll am Kap Finisterre erleben kann. Sehnsuchtsziel aller christlichen Pilger ist die Bischofsstadt Santiago de Compostela, welche die mehr oder weniger frommen Wanderer allen Wetterunbilden zum Trotz auf zwei Jakobswegen erreichen: Aus dem Rheinland auf dem Camino Francés über die Pyrenäen oder im spanischen Landesinneren auf dem Camino Mozarabe von Granada über Badajoz und Salamanca.

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