Typisch spanische Gerichte & Rezepte

Wenn wir an einen beeindruckenden Urlaub zurückdenken, dann sind es die sinnlichen Erfahrungen, die sich uns am meisten eingeprägt haben. Die Geräusche und Gerüche der Umgebung, wie sich die Sonne auf der Haut oder das Eintauchen in das erfrischende Wasser anfühlte und natürlich der Geschmack der fremdartigen Speisen, die unsere Geschmacksknospen erregten.
Typisch spanische Gerichte
Pulpo a la feira aus Galicien ( funkyfrogstock / Shutterstock.com )

Andalusien mit nach Hause nehmen – die spanische Küche leicht gemacht

In Andalusien gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich mit der spanischen Küche vertraut zu machen, und viele Besucher wünschen sich auch für die heimische Küche ganz viel Spanien. Die gute Nachricht: Ja, es ist möglich, und zwar viel einfacher, als man glauben mag. Das Schöne: Die spanische Küche soll die gesündeste der Welt sein! Es lohnt sich also, die liebsten Rezepte in die tägliche Zubereitung der Mahlzeiten zu integrieren. So kann man sich täglich an den schönen Urlaub erinnern und die Sonne auf die Teller zaubern. Heute gibt es fantastische und einfache Rezepte nur für dich! Lass dich inspirieren.

Alioli – die berühmte spanische Knoblauchmayonnaise

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Knoblauch ist hinreichend belegt. Im Urlaub in Spanien genießt man den Geschmack der weißen Knolle, die in vielen spanischen Gerichten enthalten ist. Zu Hause hingegen verzichtet man häufig lieber darauf, sie in selbstgekochten Gerichten zu verwenden, weil man die Kollegen am nächsten Tag nicht mit der berüchtigten »Knoblauchfahne« belästigen will.

Doch es gibt einiges, was man gegen den Geruch tun kann, zum Beispiel direkt nach dem Essen frische Petersilie zu kauen oder nur am Freitag oder Sonnabend mit viel Knoblauch zu kochen.

Was dabei auf keinen Fall fehlen darf, ist Alioli, die berühmte spanische Knoblauchmayonnaise. Der Name Alioli kommt aus dem Katalanischen. All i oli heißt Knoblauch und Öl. Damit sind die Hauptzutaten dieser Spezialität bereits genannt, abgesehen von etwas Salz.

Alioli einfach zubereitet:

Alioli ist eine kalte Creme, die sich auf vielerlei Weise genießen lässt: Als Dip zum Grillen, zu Fleisch oder Fisch, auf Brot oder einfach als Vorspeise mit Brot und Oliven. Natürlich kann man sie im Supermarkt kaufen, doch geschmacklich wird das nie an eine frische Creme heranreichen. Bestellt man Alioli in einem Restaurant in Deutschland, besteht immer die Gefahr, dass sie etwas zu sehr an die deutschen Gewohnheiten angepasst wurde und der Knoblauchgehalt recht gering ist. Die selbst gerührte ist die beste!

Früher wurde die Alioli in einem Mörser von Hand gemacht, wobei man zum Knoblauch, der Prise Salz und dem Eigelb, das als Emulgator diente, keinesfalls zu viel Öl auf einmal zugeben durfte, weil sie sonst nicht gelang. Heute geht es mit Hilfe eines Mixers sehr viel einfacher und gelingt auch leichter. Du brauchst:

  • 2 bis 6 Knoblauchzehen, sehr klein geschnitten oder gepresst
  • 1 Prise Salz
  • 1 ganzes Ei als Emulgator
  • etwa 150 ml mildes Öl, das gekühlt sein sollte

Zunächst gibst du den Knoblauch, das Salz und das Ei in ein hohes Gefäß und beginnst dann mit dem Einrühren des Öls. Du lässt den Mixer laufen und gibst nach und nach das Öl hinzu, bis die Alioli die gewünschte Konsistenz hat. Auch wenn du eine größere Menge anfertigst, es genügt ein Ei als Emulgator. Nach Geschmack kannst du auch ein wenig Senf hinzugeben, doch das ist nicht mehr typisch spanisch. Dennoch hat auch der Senf eine hervorragende Wirkung auf die Gesundheit und schadet dem Geschmack nicht.

Gazpacho – die köstliche kalte Gemüsesuppe aus Andalusien

Wenn es um das Thema Rohkost geht, dann ist klar: Besser kann man sich nicht ernähren. Während viele Vitamine durch das Erhitzen zerstört werden, sind rohe Lebensmittel noch richtig »lebendig« und spenden dem Körper die größtmöglichen Nährstoffe. Allerdings sollte man bedenken, dass die Verdauung von rohen Speisen für den Körper etwas anstrengender ist und auch nicht jedem gelingt oder guttut.

Die typische Gazpacho besteht jedoch aus Zutaten, die nicht schwer im Magen liegen sondern sich leicht verdauen lassen. Die kalte Suppe ist eine herrliche Erfrischung in den heißen Sommermonaten und erinnert unwillkürlich an Spanien. Dieses köstliche Gericht wird man in den meisten deutschen Restaurants vergeblich suchen.

Die Grundlage: Knoblauch, was sonst!

Die kalte Suppe wurde ursprünglich von den Mauren erfunden. Sie hatte eine weiße Farbe und bestand aus Knoblauch, Gurken, Brot, Olivenöl, Essig, Salz und Wasser. Auch dieses Gericht wurde früher mühsam in einem Mörser zubereitet – heute geht es mit Hilfe eines Mixers oder einer Küchenmaschine sehr schnell. Zudem ist die Gazpacho heute rot, weil Tomaten und Paprika als zusätzliche Zutaten eingesetzt werden.

Man munkelt, dass römische Soldaten die kalte Gurkensuppe erfunden haben, um schneller betrunken zu werden. Dazu sollen sie Gurken und Brot sowie Olivenöl in ihren Wein gegeben haben.

Weitere typisch spanische Gerichte

Wer an spanisches Essen denkt, dem fällt gleich die Paella ein. Man kann sagen, dass jede Region ihre eigene Variante hat, doch eigentlich stammt dieses sättigende Pfannengericht aus Valencia. Dort wird es aus Reis, Hühnchen, Kaninchen und Schnecken sowie weißen, jungen und grünen Bohnen gekocht. Natürlich darf der Knoblauch nicht fehlen, ebenso Tomaten, Paprika, Salz und Safran. Gebraten wird in einem milden Öl, in Spanien ist das meist ein gutes Olivenöl. Die Paella wird gern zubereitet, wenn viele Leute sich zum Essen treffen. Dabei kommen riesige Pfannen zum Einsatz. Wie wäre das mal als Alternative zum Grillen bei der nächsten Gartenparty?

Die bisher genannten Inspirationen sind leicht nachzukochen, denn die Zutaten sind leicht erhältlich, doch wie ist es mit Krake? Wer einmal Krake Pulpo a la feira probiert hat, der will dieses ursprüngliche galicische Rezept gern seinen Freunden zu Hause kredenzen. Doch woher soll man den Kraken bekommen? Natürlich kann man ihn bei jedem guten Fischhändler bestellen, wobei die tiefgefrorene Variante am leichtesten zu verarbeiten ist. Die Zubereitung des »schönen Octopus« erfordert etwas Fingerspitzengefühl, denn er darf auf keinen Fall zu weich kochen.

Mit diesen Inspirationen solltest du gerüstet sein, für jede Gelegenheit ein spanisches Rezept zur Hand zu haben. Wenn es weniger aufwendig sein soll, dann tun es ein frisches Weißbrot mit etwas gutem Öl und ein guter spanischer Wein ebenso. Das Wichtigste an der mediterranen Küche ist jedoch, genießen zu können! Gegessen wird nicht in Hektik, sondern man lässt sich jeden Bissen munden und gönnt sich auch danach etwas Ruhe, eben die typische Siesta.

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