Finanzielle Vorbereitung auf den Spanien-Urlaub

Spanien schafft es Jahr für Jahr unter die beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Manche Reisen in dieses Land am Mittelmeer, weil sie es schon seit Jahren so tun. Andere entdecken die Schönheit Spaniens neu. Erfahrene Reisende kennen sich bereits aus, doch wer nicht jedes Jahr nach Mallorca fliegt, sondern auch auf dem Festland unterwegs ist und neue Gegenden erkundet, der braucht ein wenig Vorbereitung.

Denn auch wenn Spanien es als EU-Land geradezu kinderleicht macht, in den Urlaub zu fahren, gibt es ein paar Dinge zu beachten. So sollte man bei der finanziellen Vorbereitung nicht zu leichtfertig sein. Gerade längere Reisen müssen gut geplant werden, wenn es um Bargeld und Kreditkarten geht. Hier folgen daher die wichtigsten Tipps zur finanziellen Vorbereitung auf den Spanien-Urlaub.

Finanzen Spanien Urlaub
Wer sich schon auf seinen Spanien-Urlaub freut, sollte sich die richtige finanzielle Vorbereitung nicht vernachlässigen. ( @ Robin M. / Unsplash.com )

Bargeldversorgung in Spanien: Keine Wechselsorgen

Grundsätzlich bietet Spanien schon mal einen Vorteil, der nicht von der Hand zu weisen ist: Es muss kein Geld gewechselt werden. In Spanien wird genauso wie in Deutschland mit dem Euro gezahlt. So ist beispielsweise König Juan Carlos häufiger auf den 1- und 2-Euro-Münzen zu finden als der deutsche Bundesadler.

Somit sind Dinge wie Essen gehen, Shopping oder auch der Eintritt in Museen problemlos über Bargeld zu regeln. Aber je länger der Urlaub dauert, umso mehr Geld wird auch benötigt. Nicht immer möchten Urlauber also vollständig auf Bargeld setzen.

Da kommen Reisekreditkarten und Prepaid-Kreditkarten ins Spiel. Diese bieten oftmals spezielle Konditionen für das Bezahlen und Geldabheben im Ausland. Zunächst kann man sich dafür an die Hausbank wenden – allerdings sind die Konditionen meist nicht so gut wie bei Anbietern, die sich auf Auslandsreisen spezialisiert haben.

Bei Reisekreditkarten muss beachtet werden:

  • Grundgebühr
  • Kosten für Abhebungen
  • Visa- oder Mastercard
  • Gültigkeitsdauer
  • Kündigungsfrist
  • Zusatzleistungen

Es kann sich lohnen, vorher Anbieter zu vergleichen – ganz besonders dann, wenn es nicht der einzige Spanien-Urlaub bleiben wird oder noch andere Reisen geplant sind. Wichtig ist, sich vorher genau zu überlegen, wie oft man seine Kreditkarte nutzen möchte, denn danach richtet sich auch, wie stark auf die Abhebungs- oder Transaktionskosten zu achten ist.

Geldversorgung: Die Mischung macht’s!

Die finanzielle Planung des Spanien-Urlaubs hat eine Grundregel: Niemals nur auf ein Zahlungsmittel setzen. Denn das birgt immer hohe Risiken, wenn unerwartete Ereignisse auftreten. Eine Absicherung ist immer notwendig.

Einige Beispiele:

  • Stromausfall verhindert die Zahlung per Kreditkarte.
  • Defektes Kassensystem verhindert Barzahlungen.
  • Einige Einrichtungen (speziell im ländlichen Raum) akzeptieren nur Bargeld.
  • Sicherheiten für Mietwagen können nur mit Kreditkarte gewährleistet werden.

Steht man dann ohne Bargeld oder elektronisches Zahlungsmittel dar, wird es schnell unangenehm und unter Umständen wird der ganze Urlaub zu einem Höllenritt. Das kann verhindert werden, indem immer mindestens zwei Zahlungsmittel zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich ist Bargeld immer mitzuführen. Das müssen keine mehreren hundert Euro sein. Doch eine Tankfüllung, ein Familienessen oder ein spontaner Kleidungskauf müssen stets zu stemmen sein. Eine Reserve im Reisegepäck im Hotel zu haben, ist auch eine gute Idee – anders als in anderen Ländern, muss man sich in Spanien auch keine Gedanken darüber machen, das Geld wieder zurück zu wechseln.

Zusätzlich sollte jeder Reisende (beziehungsweise die reisende Gruppe) eine Kreditkarte mitführen. Wer nicht extra eine Reisekreditkarte organisieren möchte, kann oftmals auch die bestehende Karte der Hausbank wählen – doch dann wird wieder riskiert, dass bei der Heimkehr hohe Gebühren auf der Rechnung stehen.

Es gibt aber noch eine praktische Alternative: Prepaid-Reisekreditkarten. Diese lassen sich vor dem Urlaub aufladen – mit einer Sicherheitssumme, die im Notfall greift. Dann können Urlauber weiterhin alles mit Bargeld bezahlen, doch in der Hinterhand ist immer die Kreditkarte, falls sie gebraucht wird. Außerdem ist eine Prepaid-Kreditkarte eine gute Idee, um das eigene Budget im Auge zu behalten. So können Souvenirs beispielsweise ausschließlich über die Karte gekauft werden – ist das Budget verbraucht, gibt es auch keine weiteren Käufe. In diesem Prepaid Kreditkarten Vergleich lassen sich Kartenmodelle finden, um am Ende die passende Karte zu finden.

Bargeldloses Zahlen versus Barzahlung in Spanien

Spanier lieben ihr Bargeld. Da sind sie den Deutschen sehr ähnlich. Denn auch wenn bargeldloses Bezahlen in ganz Europa beliebter wird, es gibt immer noch einige Länder, in denen das Bargeld seine Bedeutung behält. Neben Deutschland ist das auch Spanien, wo 2019 noch 66 Prozent der kleinen Zahlungen im Einzelhandel per Bargeld erledigt wurden. Im Vergleich dazu lag der EU-Weite Schnitt damals bei 48 Prozent. Genau wie im Rest Europas gewann das bargeldlose Bezahlen allerdings im Zuge der Corona-Pandemie auch in Spanien an Bedeutung.

Im Spanien-Urlaub muss man sich vor allem darauf vorbereiten, dass außerhalb der Metropolen Bargeld erwünscht ist. Auf Mallorca oder in Barcelona sind Kreditkarten zwar fast überall Gang und Gäbe, aber wer weiter ins Inland reist oder auch mal weniger bekannte Orte erkundet, der sollte unbedingt Bargeld dabeihaben.

Daher gilt der vorherige Tipp: Unbedingt auf mehrere Zahlungsmittel setzen. Im Hotel, beim Shopping oder beim Restaurantbesuch können Kreditkarten schnell und einfach sein – wenn man denn eine gute Reisekreditkarte gefunden hat. Für das Eis auf der Promenade, den Einkauf auf dem Markt oder in einem kleinen Laden auf dem Dorf ist Bargeld aber wichtig.

Bezahlen Spanien
In Spanien wird häufig noch mit Bargeld bezahlt. Wer also Euro-Banknoten mitnimmt, hat in vielen Geschäften gute Karten. ( @ Christian Dubovan / Unsplash.com )

Fazit: Mit der richtigen finanziellen Vorbereitung den Urlaub genießen

Obwohl es einfacher ist, nach Spanien zu reisen als beispielsweise in die USA, sollte die Planung nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Wer ausschließlich auf Bargeld setzt, wird große Mengen davon mitnehmen müssen und muss sich sorgen, wo es verstaut wird. Wer nur auf die Kreditkarte setzt, ist auf einmal aufgeschmissen, wenn in von Touristen weniger frequentierten Ecken des Landes plötzlich nur Bargeld akzeptiert wird.

Daher ist Planung das A und O. Am besten kombiniert man seine Zahlungsmethoden gleich noch mit der Budgetplanung. So verhindert man, dass man gleichzeitig mehr Bargeld als geplant ausgibt oder auch häufiger mit der Kreditkarte zahlt, als erhofft. Eine Prepaid-Kreditkarte und ein Reisebudget können hier Abhilfe schaffen.

Verfasst am 10. August 2021
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