Wallfahrtskirche Ermita del Rocío in Almonte

Santuario Nuestra Señora del Rocío

Wallfahrtskirche Ermita del Rocío
Wallfahrtskirche Ermita del Rocío
Außenansicht der Wallfahrtskirche Ermita del Rocío
© visualcortex - Fotolia.com
Adresse:
Calle de Sebastián Conde,
21730 Almonte, Andalusien, Spanien
Region: Costa de la Luz
Provinz: Provinz Huelva

Die Ermita del Rocío in Almonte ist eine wunderschön schlichte Wallfahrtskirche in Spaniens Wilden Westen. Jedes Jahr zu Pfingsten wird sie von Tausenden Pilgern besucht.

Wer zum ersten Mal den kleinen Wallfahrtsort El Rocío in Spanien besucht, hat das Gefühl, in einer Westernkulisse zu stehen. Das 800 Seelendorf, das eigentlich zum Stadtgebiet von Almonte etwa 100 Kilometer von Sevilla entfernt gehört, hat keine gepflasterten Straßen und könnte auch von dem Bild, dass Häuser und Kirche abgeben, ein kleines Dorf irgendwo in den Weiten des Wilden Westens wie er vor ein paar Hundert Jahren ausgesehen haben mag, sein.

Doch das verschlafene Dörfchen am Rande des Nationalparks Coto de Donaña in der Provinz Huelva wird einmal im Jahr richtig lebendig. Und im Mittelpunkt des Treibens steht dann die Wallfahrtskirche Ermita del Rocío.

Die weiße Taube – mehr als nur ein Symbol des Friedens

Die Ermita del Rocio ist eine Wallfahrtskirche, in der zu Pfingsten eines jeden Jahres der Heiligen Jungfrau Maria gehuldigt wird. Die Heilige Jungfrau wird hier auch als „weiße Taube“ bezeichnet, ein Zeichen für Frieden und Unschuld.

Jedes Jahr zu Pfingsten pilgern Hunderttausende in das kleine Dorf. So viele Menschen kann die Kirche, die im Vergleich zu dem Ansturm an Gläubigen eher winzig zu sein scheint, natürlich nicht fassen.

Der weiß getünchte Sakralbau hat nur wenig von dem glamourösen Erscheinen, mit dem viele große Kirchen in ganz Europa daherkommen. Und doch ist die Ermita del Rocío die zweitwichtigste Wallfahrtskirche in ganz Spanien.

Ein Dorf, das von der Legende lebt

Der Legende nach fand man hier, direkt neben dem Ort, an dem heute die Ermita del Rocío steht, ein altes wertvolles Madonnenbild, das vor den Mauren dort versteckt worden sein soll. Interessanterweise steht da, wo die Madonna gefunden wurde, heute ein kleineres Gebäude, in dem man das Bildnis betrachten kann.

In der Kirche selbst findet man ein wesentlich pompöseres und ausgeschmückteres Exemplar eines Madonnenbildes. Dieses deutlich auffälligere Abbild der Madonna ist auch dasjenige, das von den Gläubigen aus der Bruderschaft von Almonte jährlich in der Nacht zu Pfingstmontag gegen drei Uhr aus der Kirche geholt, und durch die Schar der Gläubigen getragen wird.

Dazu überspringen die Brüder rituell die Absperrung zum Altar, ergreifen die Statue und tragen sie zu den fast eine Million Gläubigen, die diesem Spektakel jährlich beiwohnen, hinaus.

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Lage und Anfahrt: