Kathedrale von Sevilla

Catedral de Sevilla

Kathedrale Sevilla
Kathedrale Sevilla
Die Kathedrale von Sevilla gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO
DW
Adresse:
Avenida de la Constitución,
41004 Sevilla, Andalusien, Spanien
Provinz: Provinz Sevilla

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Die Kathedrale Santa María de la Sede ist eine Bischofskirche, die zum Erzbistum Sevilla gehört. Das Gotteshaus befindet sich in der viertgrößten Stadt Spaniens in der andalusischen Provinz Sevilla. Es handelt sich bei der Kathedrale von Sevilla um die weltweit größte Kirche, die im gotischen Stil erbaut wurde. Sie ist zudem die drittgrößte Kathedrale der Welt. Größer sind nur der Petersdom in Rom und die St.-Pauls-Kathedrale in London.

Das zwischen 1401 und 1519 errichtete Bauwerk steht seit dem Jahr 1987 in der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Seit 1928 befindet sich die Kathedrale unter Denkmalschutz. Errichtet wurde das imposante Gebäude auf den Überresten der bereits seit dem 12. Jahrhundert existierenden islamischen Mezquita Mayor.

Zu den auffallendsten Gebäudeteilen zählt die Giralda, ein Minarett der alten Moschee. Dieses heute als Kathedralenturm genutzte Bauwerk ist das Wahrzeichen Sevillas. Oben auf der Spitze sitzt die rund zwei Tonnen schwere Bronzeskulptur Giraldillo, die den Triumph über den muslimischen Glauben verkörpert.

Eine Entdeckungsreise im Innern der Kathedrale von Sevilla

Eine Besichtigung der Kathedrale von Sevilla ist nicht nur für Kunstliebhaber, sondern auch für geschichtlich interessierte Besucher sehr spannend. Das 115 Meter lange und 76 Meter breite Gebäude ist mit insgesamt fünf Kirchenschiffen ausgestattet. Das mittlere Kirchenschiff ist 42 Meter hoch.

Das Bauwerk beherbergt mehrere Kapellen, unter anderem die Capilla de San Antonio. Hier befindet sich das berühmte Bild „Versuchungen des heiligen Antonius“ des Künstlers Murillo. In der Capilla de la Virgen de la Antigua zählt das Fresko Virgen zu den Besuchermagneten.

Die Capilla Real wurde gegen Mitte des 16. Jahrhunderts im Renaissance-Stil erbaut. In der Königskapelle sind Ferdinand III., seine Söhne und seine Gemahlin bestattet. Die Capilla Mayor ist hingegen wegen ihrer gotischen Holzschnitzkunst bekannt. Hier befindet sich ein Altarretabel, das als das größte der Welt gilt.

Die letzte Ruhestätte des Seefahrers Christoph Kolumbus

Wenn du die Kirche besichtigst, findest du dort prachtvolle Grabplastiken aus der Zeit des Mittelalters. Außerdem kannst du das im Jahr 1902 gebaute Grabmal von Christoph Kolumbus bewundern. Aufgrund der vielfachen Atlantiküberquerungen war der Verbleib der sterblichen Überreste des Seefahrers ungewiss. Erst im Jahr 2006 bewiesen Erbgutuntersuchungen eindeutig die Identität des berühmten Spaniers. Fakt ist, dass die Leiche von Kolumbus einige Jahre nach seinem Tod im Jahr 1506 nach Sevilla überführt wurde.

1596 gelangten die sterblichen Überreste des weltberühmten Seefahrers nach Santo Domingo und 1795 nach Havanna. Erst im Jahr 1898 kamen sie nach Sevilla zurück. Das Grabmal ist mit vier Sargträgern ausgestattet. Diese verkörpern die spanischen Königreiche Aragón, Kastilien, León und Navarra. Der Sarkophag zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in der Kathedrale von Sevilla.

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Lage und Anfahrt: