Kathedrale von Granada

Catedral de Granada

Kathedrale Granada
Kathedrale Granada
Die Bauzeit der Kathedrale von Granada betrug 181 Jahre
Adresse:
Gran Vía de Colón, 5,
18001 Granada, Andalusien, Spanien
Provinz: Provinz Granada

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Im Herzen von Granada liegt die Kathedrale der Stadt. Gäbe es die Alhambra nicht, wäre die Kathedrale sicher die wichtigste Sehenswürdigkeit von Granada. Sehenswert und bedeutsam ist sie auf jeden Fall. Du solltest dir einen Besuch der Kathedrale und der integrierten Capilla Real also nicht entgehen lassen.

Von der Gotik bis zur Renaissance

Die Kathedrale von Granada - Santa María de la Encarnación de Granada - wurde auf den Resten einer Moschee errichtet, die den Christen bis dahin als Provisorium gedient hatte. Mit der Rückeroberung von Granada, der letzten maurischen Bastion in Spanien, fand die Jahrhunderte dauernde Reconquista, die christliche Rückeroberung Spaniens, ihren Abschluss.

So ist die Kathedrale auch als Siegesmonument zu sehen, obwohl mit ihrem Bau erst Jahrzehnte nach dem Sieg begonnen wurde. Der Grundriss stammt vom Architekten Enrique de Egas und entspricht noch gotischen Vorgaben: Eine fünfschiffige Kirche mit einem Querschiff. Doch bereits 1528 wechseln Architekt und Stil - neuer Baumeister ist Diego de Siloé. Dieser hatte auf seinen Reisen die italienische Renaissance kennengelernt und errichtete nun auf dem gotischen Grundriss Spaniens erste Renaissance-Kathedrale. 1561 wird die Kathedrale geweiht.

Allerdings waren bei Siloés Tod zwei Jahre später bei weitem noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen. Erst im Jahr 1704, also ein Jahrhundert später, fanden die Bauarbeiten ihren Abschluss. So ist die beeindruckende Hauptfassade, ein dreiteiliger Triumphbogen, das Werk des Architekten, Malers und Bildhauers Alonso Cano aus Granada.

Säulen gliedern den lichten Innenraum

Das Innere der Kathedrale wirkt licht und elegant und wird von enormen Säulen gegliedert. Die wundervolle Capilla Mayor, das Prunkstück der Kathedrale, stammt von Diego de Siloé. Der halbrunde Bau bildet schon fast eine Kirche in der Kirche. Sie war von Karl V. ursprünglich für die Grablegung der spanischen Monarchen vorgesehen, sein Sohn änderte dies. Unter dem Glasfenster befindet sich ein beeindruckendes Gemälde von Alonso Cano.

Sehenswert sind die Marienstatue in der Nähe der Sakristei und der Altaraufsatz retablo de Santiago rechts vom Zugang zur Sakristei, in der heute bedeutende Kunstschätze zu sehen sind. Er zeigt den spanischen Nationalheiligen Santiago als matamoros - Maurentöter.

Capilla Real

Die Freude Königin Isabellas über die Rückeroberung Spaniens von den Mauren war so riesig, dass sie Granada als Begräbnisstätte für sich und ihren Gatten Ferdinand II. wählte. Im Jahr 1504 beauftragte sie den Architekten Enrique de Egas mit dem Bau der Königlichen Kapelle, die allerdings erst nach dem Tod der beiden Herrscher fertiggestellt wurde. Erst 1520 überführte man die Särge von der Alhambra hierher.

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Lage und Anfahrt: