Giralda in Sevilla

La Giralda

Giralda Sevilla
Giralda Sevilla
Die Giralda gehört zu den schönsten Bauwerken Andalusiens
Adresse:
Plaza Virgen de los Reyes,
41004 Sevilla, Andalusien, Spanien
Provinz: Provinz Sevilla

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Wer nach Sevilla kommt, den begrüßt schon von Weitem die Giralda als das bedeutendste Wahrzeichen der andalusischen Stadt. Dieses imposante Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert gehört heute als Teil der Kathedrale von Sevilla zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie ist Zeugnis für die Einflüsse der maurischen Besiedlung auf Kunst und Kultur in Andalusien.

Die Giralda von Sevilla – Vom Minarett zum Glockenturm

Unter den Mauren hatte die Region um Sevilla einen kulturellen Aufschwung genommen. Auch nach der Reconquista, die Rückeroberung, die im Jahre 1248, Andalusien wieder unter christliche Herrschaft brachte, wurden die kunstvollen Gebäude, die während der maurischen Zeit entstanden waren, weiter genutzt. So blieb auch die Hauptmoschee, als deren Minarett die Giralda diente, bis zum 15. Jahrhundert unbeschädigt. Die Moschee wurde in die Kirche „Santa Maria la Mayor“ umgewandelt und wich erst im 15. Jahrhundert dem Neubau der heutigen Kathedrale von Sevilla. Die Giralda blieb wie einige andere Bauwerke aus maurischer Zeit erhalten. Sie wurde mit einigen Umbauten in den Neubau integriert und ist heute der Glockenturm der Kathedrale.

Baustile der Mauren und Christen vereint

Die Giralda ist ein ganz aus roten Backsteinen errichteter Turm. Ihr Bau geht auf das Jahr 1147 zurück. Mit 82 Metern überragte das Minarett damals alle bekannten Kirchtürme und die Minarette anderer Moscheen. 1568 bekam die Giralda einen 32 Meter hohen Aufsatz, der den Laternenaufsatz ersetzte. Die vier vergoldeten Kugeln, die das Minarett noch bis zum 14. Jahrhundert trug, waren infolge eines Erdbebens verloren gegangen. Im Aufbau der Giralda sind heute die Glocken, 24 Stück an der Zahl, untergebracht.

Während der untere Teil der Giralda ein Zeugnis der maurischen Baukunst darstellt, wurde der Aufbau im Stil der Renaissance ausgeführt. Schwarzer und weißer Marmor verkleidet die Umbauten des ehemaligen Minaretts zum Glockenturm, sodass die beiden Baustile ein einheitliches Gesamtbild bieten. Im mittleren Teil befinden sich mehrere Fensteröffnungen, die nicht nur für Licht im Inneren sorgen, sondern der Giralda auch den luftigen, beschwingten Anblick verleihen.

Die Giraldillo – Bronzestatue aus dem 16. Jahrhundert

Die Spitze des Turms wird durch die Giraldillo geziert. Dabei handelt es sich um eine insgesamt 7,5 Meter hohe Bronzestatue aus dem 16. Jahrhundert, die eine Frau mit einem Palmzweig in der einen und einer Kriegsflagge in der anderen Hand darstellt. Eine Wetterfahne bildet den krönenden Abschluss der Giraldillo. Die Wetterfahne, die sich im Wind dreht, gab der Giralda ihren Namen, denn das spanische Wort „girar“ bedeutet „drehen“. Die Giralda ist ein beeindruckendes Zeugnis der Verbindung zwischen Baustilen unterschiedlicher Religionen. Sie steht auch heute noch für Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen, die in Andalusien seit jeher gepflegt wird.

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Lage und Anfahrt: