Baelo Claudia

Conjunto arqueológico de Baelo Claudia

Baelo Claudia
Baelo Claudia
Die Römische Ruinenstadt Baelo Claudia in der Nähe von Tarifa
Portia de Castro / Shutterstock.com
Adresse:
Ensenada de Bolonia, s/n,
11380 Tarifa, Andalusien, Spanien
Region: Costa de la Luz
Provinz: Provinz Cádiz

Tickets & Touren

Baelo Claudia ist die am vollständigsten erhaltene römische Ruinenstadt auf der iberischen Halbinsel und wurde benannt nach dem römischen Kaiser Claudius (41- 45 n.Chr.) Sie war zu der Zeit der wichtigste Mittelmeerhafen in der Region. Ende des 2. Jahrhunderts wurde Baelo Claudia von einem Erdbeben erschüttert. Der sich anschließende wirtschaftliche Niedergang führte zur Aufgabe der Stadt im 6. Jh.

Lage und Anfahrt

Baelo Claudia liegt an dem herrlichen Strand Playa de Bolonia, ca. 17 km nordwestlich von Tarifa. Auf der N340 fährt man von Tarifa in Richtung Cadiz. Die Abzweigung der CA8202 von der N340 ist ausgeschildert. Nachdem man den Weiler El Lentiscal durchquert hat, folgt man der CA8202 nach Norden und biegt nach ca. 200 m links ab auf den Parkplatz des stattlichen Forschungszentrums und Museums Sede Institutional y Sala de Exposición.

Die römische Stadtanlage

Ausstellungen im Museum informieren über die Grabungen. Durch den Museumsausgang betritt man die Ruinenstadt. Diese liegt eingebettet in ein mit Blumen und niedrigen Sträuchern übersätes Feld, welches der ganzen Gegend ein wohltuendes mediterranes Flair verleiht und sanft zum Strand hin abfällt. Die Bergketten Sierra de la Plata und Sierra San Bartolome bilden einen Ring um die Bucht und die Ruinenstadt. Baelo Claudia besaß einmal eine Stadtmauer mit mehr als vierzig Türmen. Heute sieht man noch die Ruinen des Forums (zentraler Platz), einiger Verwaltungsgebäude, von vier Tempeln, eines Freilicht-Theaters, einer ausgedehnten Basilika mit einer Statue des Kaisers Trajan, von Thermen mit Fußbodenheizung, einer Ladenzeile entlang einer gepflasterten Römerstraße sowie der Fabrik, in welcher die Fischsoße Garum hergestellt wurde, die in den gesamten Mittelmeerraum geliefert wurde.

Zwischen Strand und Fischsoßenfabrik befindet sich ein Platz mit einem Baum in der Mitte, wo man häufig Künstler antrifft, welche die zauberhafte Landschaft auf ihren Leinwänden festhalten. Dahinter gibt es einige einfache Strandrestaurants.

Die Ausgrabungsstätte

Zwischen 1917 und 1921 fanden die ersten Grabungen statt und wurden die Fabrikanlagen, die Tempel und das Theater erforscht. Erst 1966 wurden die Grabungen wieder aufgenommen.

Für den Besuch, der selbst für Museums- und Ausgrabungsmuffel ein absolutes Highlight darstellt, solltest du mindestens 90 Minuten einplanen.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 9 bis 15 Uhr. Montags ist die Ruinenstadt geschlossen.

Eintrittspreise:

Der Eintritt ist für EU-Bürger frei, da die Ausgrabungen mit EU-Mitteln gefördert werden.

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Lage und Anfahrt:

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