Axarquía – Berge, Meer und Wein

Die Axarquía überrascht den Besucher mit schneebedeckten Gipfeln, schroffen Steilküsten, fruchtbaren Ebenen und engen Tälern. An den Berghängen kleben malerische, blumengeschmückte weiße Dörfer, in denen die Tradition noch lebendig ist und in zahlreichen Festen und Feiern Ausdruck findet. Und alles ist eingetaucht in das magische andalusische Licht.

Axarquía Andalusien
Das weiße Dorf Frigiliana in der Axarquía
Will Iredale / Shutterstock.com

Axarquía – immer nach Osten

Axarquía, das bedeutet soviel wie "im Osten“. Hierhin, in den Osten von Málaga, verzogen sich die Mauren während der Rückeroberung durch die Katholischen Könige. Nachdem sie 800 Jahre das Land beherrscht hatten. Die Architektur und Namen vieler Dörfer erinnern noch immer an die Erbauer, wie in Benamargosa, Alcaucín oder Benamocarra. Vor 20 Jahren etwa schlüpften dann Wetterflüchtlinge und Aussteiger aus dem kühlen, dunklen Nordeuropa in der Axarquía unter und besetzten die ersten Fincas und Cortijos zunächst rund um Cómpeta.

Was genau gehört denn jetzt alles zur Axarquía?

Die Axarquía beginnt gleich hinter Málaga und zieht sich an der Küste entlang bis Nerja. Hier bildet die Sierra Almijara die natürliche, östliche Grenze zur Provinz Granada. Etwa auf der Mitte der Strecke liegt Vélez-Málaga, die Hauptstadt der Comarca, mit dem beliebten Badeort Torre del Mar. Höchster Punkt und weithin sichtbare Landmarke ist der Gipfel "Maroma“, Quellgebiet zahlreicher Flüsse wie die Ríos Vélez, Torrox und Bermuza. Auch der Stausee bei Viñuela landeinwärts ist ein beliebtes Ausflugsziel in der bis 50 km ins Landesinnere reichenden Region.

Zahlreiche Sonnenstunden

Die Küste der Axarquía rühmt sich mit dem besten Klima von Europa. Da hat sie Recht! Das mediterrane Klima beschert warme aber nicht zu heiße Sommer und milde Winter. Freu dich auf 320 Sonnentage im Jahr sowie Durchschnittstemperaturen von 26°C in den Sommermonaten, im Winter um die 10°C. Zuverlässig schützt die Sierra de Almijara, Alhama und Tejeda vor kalten Winden aus dem Norden und Osten. Dies freut nicht nur die Touristen, sondern auch die Obst- und Gemüsebauern. Im Landesinneren wird es in den Höhenlagen ab 800 m vor allem nachts kalt und "La Maroma" trägt ein weißes Kleid.

Hafen, internationaler Flughafen und ein gut ausgebautes Straßennetz

Die Axarquía erreichst du am schnellsten über den internationalen Flughafen in Málaga. Von dort fährst du mit deinem Auto oder einem Mietwagen über die Autopista A-7 oder die an der Küste verlaufende Bundesstraße N-340 in die Region. Über beide Routen verkehren regelmäßige Busse mindestens im Stundentakt. Die Busverbindungen ins Inland, mit Ausnahme von Vélez-Málaga, ist da schon komplizierter und es empfiehlt sich ein Leihwagen, um etwa die spannenden Routen zu besuchen. Die Axarquía verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Straßen. Der nächste größere Hafen ist Málaga – Sportboote ankern außerdem im schicken Sportboothafen Caleta de Vélez bei Vélez-Málaga. Es ist der einzige Sportboothafen östlich von Málaga in der Provinz Málaga.

Höhlenmalereien und historische Altstädte

Egal, ob dich mehr die Kultur interessiert, die Natur oder du hier deinem Sport nachgehen möchtest. Die Axarqía bietet dir ein reiches Betätigungsfeld. Allein drei Naturparks kannst du hier besuchen: Die Montes de Málaga, die Sierra Almijara, Alhama und Tejeda und die Steilküste Acantillados de Maro-Cerro Gordo. Die Berge sind perfekt zum Wandern, Klettern und Mountainbike fahren. An der Küste stehen alle Arten von Wassersport auf dem Programm und auf dem Stausee von Viñuela kannst du Kanufahren. Auch die Höhlen von Nerja mit Höhlenmalereien und die Höhle El Tesoro in Rincón de la Victoria mit ihrem Labyrinth an unterirdischen Gängen solltest du dir nicht entgehen lassen. Um Torrox hinterließen die Römer zahlreiche Spuren und die Küste ist gespickt mit alten Wachtürmen – sie sind der ideale Aussichtspunkt. Vélez-Málaga dagegen mit einer sehenswerten Altstadt aus dem 16. Jahrhundert liegt ganz nah an der Küste und birgt zahlreiche historische Schätze. Sayalonga hat sogar einen einzigartigen kreisrunden Friedhof.

Routen der Sonne und des Weins

Besonders gut lernst du die Axarquía auf einer der fünf Themen-Routen kennen. So kommst du an den lohnenswerten Sehenswürdigkeiten vorbei, fährst durch interessante Gemeinden wie das preisgekrönte weiße Dorf Frigiliana und lernst den ganzen Reichtum der Region kennen. Auf der "Mudéjar-Route" passierst du landeinwärts gelegene Dörfer mit Ursprung in der arabischen Zeit und Bauwerken und architektonischen Details im Mudéjar-Stil: Arkaden, Minarette und Glockentürme. Bei der 75 km langen Route „Sonne und Avocado" lernst du Anbaugebiete mit Mangos, Papayas und Cherimoyas vorbei, streifst den kilometerlangen Strand von Rincón de la Victoria und wandelst auf den Spuren berühmter Persönlichkeiten wie María Zambrano.

Weinliebhaber lassen sich die Route „Sonne und Wein" nicht entgehen. Sie vereint die Schönheit der Küste mit dem ländlichen Hinterland. Einen Ausblick auf die atemberaubenden Gebirgslandschaften dagegen gibt die „Olivenöl- und Bergroute". Rosinen und Musik vereint die 62 km lange Rundfahrt „Rosinenroute". Hier siehst du die traditionellen Trockenhänge für Rosinen und besuchst Orte, die bekannt sind für ihre Folkloremusik. Ausführliche Informationen zu den fünf Routen erhältst du in den Touristeninformationen in Rincón de la Victoria, Torrox, Torre del Mar, Vélez-Málaga oder Nerja.

Tourismus, Landwirtschaft und Kunsthandwerk

Die florierende Axarquía steht nicht nur auf einem Bein. Neben dem zunehmenden Küsten- und ländlichen Tourismus, spielen Agrarprodukte eine tragende Rolle: Obst und Gemüse aus den Ebenen um Vélez, Trauben für schweren Málagawein und Rosinen, Olivenöl, Honig und Käse bringen satte Gewinne. Während sich das Kunsthandwerk um Keramik und traditionelle Möbel dreht, konzentriert sich die industrielle Fertigung auf Fleisch- und Metallverarbeitung sowie Wassernutzungstechniken. Überall kannst du schöne Mitbringsel aus Holz, Pitahanf, Esparto-Gras, Gusseisen und Ton erwerben. Viele Techniken kamen mit den Mauren ins Land und in einigen ländlichen Gemeinden klöppeln ältere Frauen nach wie vor wertvolle Spitzen wie seit ewigen Zeiten.

Fisch und Meeresfrüchte

So abwechslungsreich wie die Landschaften der Axarquía, so vielfältig sind die Gerichte, die man hier serviert. An der Küste spielen Fisch und Meeresfrüchte, gegrillt oder frittiert, eine Hauptrolle: Sardinen, Sardellen, Makrelen und Tintenfisch brutzeln am Spieß. Sie werden begleitet von Obst, Salaten und Gemüsen aus den fruchtbaren Ebenen und Tälern von Vélez. Durch die Berge ziehen Schafherden mit ihren Hirten und liefern die Rohstoffe für leckeren Käse und Fleischgerichte. In den Gläsern glitzert Muskatellerwein.

Die Axarquía ist ein Paradies und es gibt viel zu entdecken. Egal, ob du wegen der Kultur, für sportliche Aktivitäten oder einfach zum Entspannen und Genießen anreist. Dank der Nähe zu Málaga, bist du außerdem besonders schnell hier.

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