Úbeda

Úbeda in der Provinz Jaén gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist eine der schönsten Renaissance-Städte in Spanien.
Ùbeda
Die Sacra Capilla del Salvador in Ùbeda
Arena Photo UK / Shutterstock.com

Úbeda - Juwel der Renaissance

Úbeda ist eine sehenswerte Stadt im Süden Spaniens. Sie liegt im Norden der autonomen Gemeinschaft Andalusien. Mit ihren heißen Sommern und milden Wintern zieht die drittgrößte Stadt der Provinz Jaén ganzjährig viele Touristen an. Aufgrund ihres gut ausgebauten Verkehrsnetzes kann sie leicht erreicht werden. So führt von der Autobahn 32 die Straße N322 ab, welche direkt in die prachtvolle Stadt führt. In der Nähe befinden sich ferner der Flughafen von Granada sowie der RENFE Bahnhof in Linares, welcher an die Bahnlinie Madrid-Almeria angeschlossen ist.

Prachtbauten und aristokratisches Flair

Úbeda ist eine prachtvolle Renaissance-Stadt, die mit ihren 36.000 Einwohnern einen anmutenden Charme behalten konnte. Sie gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Der Grund dafür liegt im beeindruckenden Stadtbild, welches hauptsächlich im 16. Jahrhundert unter den Adelsfamilien Cobo und Molina entstanden ist. Sie förderten mit monetären Mitteln die Arbeiten des berühmten Architekten Andrés de Vandelvira, welcher die Region um Úbeda durch seine Renaissancebauten prägte. An der Plaza de Vázquez de Molina können die architektonischen Meisterwerke von Úbeda bestaunt werden. Der Palacio de las Cadenas, welcher einst der Sitz der Familie Molina gewesen ist, wird heute als Rathaus genutzt. Ihm gegenüber steht die prächtige Kirche Santa María de los Reales Alcázares.

Ein weiteres Prunkstück der Renaissance stellt das sakrale Bauwerk San Salvador dar, welches in nördlicher Ausrichtung der Plaza liegt. Auch das alte Rathaus Ayuntamiento Viejo erstrahlt in der Baukunst des 16. Jahrhunderts. Zwei weitere Sehenswürdigkeiten finden sich am Plaza Primero mit dem Palast Casa de los Salvajes und einem Denkmal für den spanischen Lyriker Juan de la Cruz.

Flamenco, Tapas und Golf

Neben beeindruckenden Museen und Bauten verfügt die sympathische Stadt im Norden Andalusiens über großzügige Golfplätze. Wer eine Pause von der Kultur sucht, kann sich dort sportlich austoben. Unzählige Bewässerungsanlagen sorgen für sattgrüne Rasenflächen. Mit untergehender Sonne erhält Úbeda einen ganz neuen Reiz. Die Stadt ist berühmt für seine abendlichen Tanzveranstaltungen, auf denen eindrucksvoll der leidenschaftliche Flamenco vorgeführt wird. Die Asociación Cultural Flamenco Activo de Úbeda verfügt über ein ganzjähriges Programm.

Abgesehen vom Flamenco ist Andalusien zudem für seine Tapas bekannt. Diverse Restaurants bieten diese regionalen Spezialitäten an. Viele von ihnen befinden sich um den Plaza de Vázquez de Molina, der Straße Calle de Corazon de Jesús und Plaza Padre Antonio. In den gleichen Straßenzügen und an denselben Plätzen öffnen zudem einige Bars am Abend ihre Türen. Aus einigen dringt in späten Abendstunden fröhliche Live-Musik auf die Straße. Das Nachtleben lässt sich ideal mit dem Kauf von Handwerkskunst verbinden, da in den alten Gassen um die Plaza del Ayuntamiento diverse charmante Einzelhändler angesiedelt sind.

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Sehenswürdigkeiten in Úbeda

Andalusien besitzt 6 Kulturdenkmäler und Naturdenkmäler, die zum Welterbe der UNESCO zählen. Granada und Córdoba waren die ersten Orte, die aufgenommen wurden. Als Letztes wurden die Dolmenstätten von Antequera (2016) zum Weltkulturerbe erklärt.