Motril

Motril ist die zweitgrößte Stadt in der Provinz Granada und liegt direkt an der der Costa Tropical, einem Teil der spanischen Mittelmeerküste.
Motril
Stadtzentrum von Motril

Motril - Das Zentrum der Costa Tropical

In der andalusischen Provinz Granada befindet sich die Stadt Motril. Gut geschützt von den Bergen der Sierra Lújar liegt Motril am Mittelmeer an der Costa Tropical. Über die Autobahn ist die 60.000-Einwohner-Stadt innerhalb von knapp einer Stunde von Granada zu erreichen. Zudem besitzt Motril den einzigen Hafen der Provinz Granada.

Orte an der Via Hercùlea

Bereits die Phönizier erkannten die Vorteile der Lage der heutigen Stadt Motril am Mittelmeer. Etwa im 4. Jahrhundert vor Christus legten sie hier einen Hafen für Handel und Fischfang an. Während der römischen Herrschaft lagen in der Umgebung Motrils zahlreiche Dörfer an der berühmten Via Hercùlea, die von dem legendären Hercules angelegt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebiet der heutigen Städte Motril sowie Salobreña noch eine schiffbare Bucht. Die großen Silbervorkommen im Cerro del Toro wurden von den Römern abgebaut. Die Stadt Motril selbst wurde von den Mauren unter dem Namen Mu-Tra-Yil aufgrund ihrer strategischen Bedeutung gegründet.

Nachdem die Spanier die Stadt im Jahr 1489 einnahmen und die Mauren vertrieben, wurde sie in Motril umbenannt. Zum Schutz vor Berber-Angriffen erhielt Motril eine Stadtmauer. Wegen des sehr guten Verteidigungssystems und der erworbenen Verdienste wurde Motril im Jahr 1657 von König Philip lV. mit dem Titel “Muy Noble y Leal Ciudad de Motril” ausgezeichnet.

Alle frühen Bauten der Mauren wurden leider bei nach Eroberung zerstört, allerdings können noch Bauten aus dem 15. und 16. Jahrhundert besichtigt werden. Dazu zählen allein sieben Kirchen, unter anderem die Iglesia de la Encarnaciòn. Zu den anderen sehenswerten Bauwerken gehört das Rathaus, das Casa de la Palma, Casa de la Condesa Torre Isabel, Castillo de Carchuna sowie das Teatre Calderòn.

Fischerei und Tourismus statt Zuckerrohr

Aufgrund des günstigen Klimas in Motril waren die landwirtschaftlichen sowie die maritimen Erzeugnisse für das Wohlergehen der Bewohner sehr wichtig. Hauptsächlich wurde Zuckerrohr angebaut. Von den ehemals sieben Zuckerrohrfabriken ist jedoch nur noch eine in Betrieb. Alle landwirtschaftlichen Arbeiten werden sukzessive aufgegeben, um sich dem Dienstleistungssektor sowie dem Tourismus zuwenden zu können. Leider geht damit auch ein Stück der Geschichte der Stadt Motril verloren. Erinnerungen an die Vergangenheit gibt es im vorindustriellen Zuckerrohr-Museum.

Durch die besondere Lage der Stadt Motril in Spanien zwischen der Sierra de Lújar sowie dem warmen Alborán-Meer im Süden herrscht hier ein subtropisches Klima. Die Berge halten die kalten Winde aus dem Norden ab und das Mittelmeer fungiert als Wärmeregulator. Im Sommer betragen die durchschnittlichen Temperaturen 25 bis 30 Grad, während sie im Winter bei 12 Grad liegen. Zudem gibt es in Motril etwa 3.000 Sonnenstunden im Jahr. Deshalb wachsen hier auch viele subtropische Früchte wie zum Beispiel Mangos, Papayas und Avocados.

Golfpartien, Tauchen und abends in die Tapas-Bars

Motril bietet seinen Besuchern durch die landschaftlich schöne Umgebung viele Sportmöglichkeiten an. Wanderungen und Fahrradtouren können unternommen werden, es bestehen Möglichkeiten zum Golf spielen, zum Klettern sowie zum Drachenflug. Auch Wassersport wie beispielsweise Surfen, Windsurfen, Tauchen, Segeln sowie Hochseefischerei ist sehr populär. Souvenirs können in den vielen kleinen Läden im Zentrum sowie im Einkaufzentrum von Motril eingekauft werden.

Subtropische Früchte sowie frischen Fisch gibt es in den vielen Tapas-Bars und Restaurants Motrils. Beliebte Tapas-Routen sind die Calle Santisimo mit Nebenstraßen, das Zentrum mit den Straßen Calle Nueva, Calle Piqueta und Calle Princesa sowie natürlich die Gegend am Hafen und das Viertel Santa Adela. Ausklingen lässt sich ein Abend am besten in den vielen Bars im Zentrum sowie am Hafen.

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Sehenswürdigkeiten in Motril