Freiwilligenarbeit in Spanien

Freiwilligenarbeit in Spanien kannst du in den unterschiedlichsten Projekten leisten. Hier bekommst du Informationen zu Tätigkeitsbereichen und Projekten für deine Freiwilligenarbeit in Spanien.

Freiwilligenarbeit Spanien
Freiwilligenarbeit kannst du in Spanien in vielen Bereichen ausüben
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Engagement im Naturschutz oder sozialen Projekten in Spanien

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Auslandsaufenthalt zu organisieren. Man kann Urlaub machen, eine Sprach- oder Bildungsreise unternehmen, im Ausland studieren oder dort einem Beruf nachgehen. Aber die wohl befriedigendste Art des Aufenthalts ist die Freiwilligenarbeit.

Freiwilligenarbeit meint, dass man weder beruflich, noch aus Bildungsgründen oder als Tourist ein Land bereist, sondern in Projekten gemeinnützige Arbeit leistet. Und das ist in der Regel unentgeltlich, für die meisten Freiwilligendienste muss man zahlen. Von den Kosten werden Visum und Ratgeber finanziert, den Freiwilligen stehen kompetente Menschen vor Ort zur Verfügung, und es gibt Hilfe bei der gesamten Organisation des Auslandsaufenthalts.

Das gilt es zu beachten

Bevor es ins Ausland geht, müssen natürlich einige Dinge geklärt werden. Da Spanien Teil des Schengen-Raumes ist, wird für die Einreise kein Visum benötigt. Ein gültiger Reisepass oder Personalausweis ist aber nötig, und idealerweise sind die Dokumente noch einige Monate länger gültig als der Aufenthalt geplant ist.

Die deutsche gesetzliche Krankenversicherung gilt ebenfalls für ganz Europa, solange die Versichertenkarte dabei ist, ist also alles klar. Anders sieht das bei Unfall- und Haftpflichtversicherungen aus: Die sollten für einen Auslandsaufenthalt von längerer Dauer separat abgeschlossen werden. Der Impfschutz sollte überprüft werden: Die in Deutschland üblichen Standardimpfungen reichen aus, sollten aber wirklich vorhanden sein.

Voraussetzung für einen Freiwilligendienst ist grundsätzlich das Mindestalter von 18 Jahren und Interesse an Sprache und Kultur Spaniens. Da in Spanien insbesondere an sozialen Projekten gearbeitet wird, beispielsweise in Kindergärten oder bei Behindertendiensten, sind sprachliche Grundkenntnisse in Spanisch und die Bereitschaft, diese auszubauen, Voraussetzung. Sprachkurse werden im Rahmen des Freiwilligendienstes vor Dienstantritt sowie während des Aufenthaltes von der durchführenden Organisation geboten. In welchem Umfang man daran teilnimmt, bleibt einem selbst überlassen. Um bei einem längeren Freiwilligendienst weiterhin Kindergeld zu erhalten, sollte man aber wenigstens 10 Stunden Sprachunterricht wöchentlich nehmen.

Unterkunft kann variieren

Wo man während des Freiwilligendienstes unterkommt, hängt von der Organisation ab. Einige Dienste vermitteln zusammen mit der Arbeit eine Bleibe in einer Gastfamilie, andere stellen Unterkünfte zur Verfügung. Die sind in der Regel nicht besonders luxuriös, reichen aber für normales Wohnen aus. Normalerweise handelt es sich um kleine Apartments, die von drei bis vier Freiwilligen gemeinsam genutzt werden. Selbstverpflegung ist selbstverständlich, während in den Gastfamilien Halbpension geboten wird. Offenheit gegenüber ungewohnten Wohnformen und einem etwas anderen als dem deutschen Familienleben ist natürlich auch vorausgesetzt.

Unterschiedliche Arten von Freiwilligendiensten

Bislang wurden Freiwilligendienste in sozialen Einrichtungen erwähnt. Neben Kindergärten, nachmittäglicher Kinderbetreuung, Gemeindezentren und Behinderteneinrichtungen bietet Spanien und insbesondere Andalusien auch Freiwilligenarbeit im Bereich von Meeres- und Küstenschutz sowie in diversen inländischen Naturschutzprojekten. Biodynamische Höfe, karitative Einrichtungen und die Deutschen Auslandsschulen mit ihren angegliederten Kindergärten sind weitere Projekte, die Freiwilligendienste ermöglichen.

Andalusien ist dabei besonders interessant, denn die Landschaft im Süden Spaniens ist einfach atemberaubend schön, kulturell reich und zum Teil maurisch geprägt. Die Küsten an Mittelmeer und Atlantik locken Wassersportler aller Art an, und die Nationalparks sind genauso interessant wie die vielfältige Architektur dieser Landschaft.

Diese Organisationen bieten Freiwilligenarbeit in Spanien an:

  • Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e. V.
  • evangelische Freiwilligendienste gGmbH
  • Europäischer Freiwilligendienst e. V.
  • Internationaler Bund e. V.
  • EOS Erlebnispädagogik e. V.
  • Mennonite Voluntary Service e. V. - Christliche Dienste
  • Sozialer Friedensdienst Kassel
  • Internationale Jugendgemeinschaftsdienste LV Berlin e. V.
  • Verein für internationalen und interkulturellen Austausch e. V.
  • Koordination für den Europäischen Freiwilligendienst IFAP e. V.
  • Eurowerkstatt Jena e. V.
  • ICJA Freiwilligenaustausch weltweit e. V.
  • Experiment e. V.
  • Friedenskreis

Auch noch ganz gut zu wissen

Wenn die Freiwilligenarbeit in Spanien ungefähr ein Jahr dauert und entweder soziale oder ökologische Arbeit betrifft, kann der Auslandsaufenthalt als FSJ (freiwilliges soziales Jahr) oder FÖJ (freiwilliges ökologisches Jahr) staatlich anerkannt werden. Diese Anerkennung hat den Vorteil, dass das Kindergeld auf jeden Fall weitergezahlt wird und die Zeit als Wartesemester an der Universität oder Hochschule angerechnet werden kann.

Die Kosten für den Freiwilligendienst können stark variieren, abhängig von der Dauer des Aufenthalts, der Organisation, der Intensität des Sprachkurses und natürlich dem genauen Aufenthaltsort in Spanien. Zu den Kosten für die Organisation und den Aufenthalt kommen Flüge, Versicherungen und natürlich die Lebenshaltungskosten vor Ort.

Einige Organisationen bieten Stipendien für die Zeit im Ausland an, allerdings können auch entsprechende Kredite bei den Banken angefragt werden. Dabei macht es Sinn, vorher einen unabhängigen Kreditvergleich durchzuführen. Und wer berufstätig ist und dennoch eine Auszeit nehmen will, kann mit seinem Arbeitgeber über ein Sabbatical verhandeln.

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