Sierra de Aracena und Picos de Aroche

Der Sanfte: Der Naturpark Sierra de Aracena und Picos de Aroche liegt im Norden der andalusischen Provinz Huelva und im westlichen Teil der Sierra Morena. Seine sanft gerundeten Hügel von 400 bis 950 Höhenmetern, 1.100 Kilometer Wegenetz und weite Wäldern machen den Park zum idealen Wanderziel. Die feinen, weißen Sandstrände der Costa de la Luz am Atlantik sind nicht weit entfernt.

Sierra de Aracena
Wandern im Naturpark Sierra de Aracena
© joserpizarro - Fotolia.com

Abwechslungsreiche Landschaften

In der Sierra Aracena wellen sich grüne Hügel, gespickt mit uralten, knorrigen Eichen- und Kastanienbäumen – darunter scharwenzeln die berühmten Schinken-Schweine. Diese halten die Wirtschaft der Region am Laufen - Schinken aus Jabugo ist jedem Spanier ein Begriff. Durch die Hügel verläuft ein ausgedehntes Wegenetz, dass einst dem Schmuggel von Kaffee, Mehl und Tabak aus Portugal diente.

Das Klima in der Sierra Aracena ist für andalusische Verhältnisse kühl und feucht: Süd- und Westwinde vom Atlantik mildern die heißen, trockenen Inlands-Temperaturen deutlich ab. Du erreichst die Sierra Aracena von Sevilla aus über die N-433 mit dem Auto in einer Stunde oder mit dem Bus. Nach Huelva nimmst du die Landstraße N-435.

Unbedingt sehenswert: Die Grotte der Wunder

Die Tropfsteinhöhle „Las Maravillas“ zählt zu den Höhepunkten der Region. Die magische Wunderwelt mit fantasievollen Formen und Lichtspielen ist 2.750 Meter lang, davon sind 1.200 Meter begehbar. Die unterirdische Galerie führt über 3 Ebenen und durch 8 Räume und vorbei an 6 Seen. Du findest das beliebte Ausflugsziel im Zentrum von Aracena.

Das grüne Herz von Andalusien

Der Naturpark Sierra de Aracena vereint ganz unterschiedliche Bereiche. Im Norden sorgen Flüsse dafür, dass es so schön grün ist. Im Osten weiden auf ausgedehnten Dehesas Iberische Schweine, der Westen ist Grenzland und der portugiesischen Grenze nah.

Die Böden der Sierra Aracena sind karg und landwirtschaftlich kaum nutzbar. So haben ausgedehnte Wälder überlebt. Je nach Höhe und Feuchtigkeit dominieren Eichen, Kastanien oder Kiefern das Landschaftsbild. Besonders viele Kastanienbäume wachsen zwischen Aracena und Almonaster auf einer Höhe von 600 m. Hier lohnt besonders ein Besuch im Herbst. Den Kastanien verdankt der höchste Berg der Sierra seinen Namen: Der "Castaño" ist 922 Meter hoch. An den Flussufern wachsen Eschen, Weiden und Erlen.

Durch die isolierte Lage der Sierra Aracena konnten viele vom Aussterben bedrohte Tiere überleben: Darunter Luchse, Wildkatzen und Marder. Bären und Wölfe sind seit dem letzten Jahrhundert verschwunden. Auch zahlreiche Raubvögel, Steinadler, Gänsegeier und Turmfalken, profitieren von dem guten Zustand der ausgedehnten Wälder. In den Feuchtgebieten und fischreichen Flüssen und Bächen trifft man Kormorane und Haubentaucher an.

Wandern, Fahrradfahren und Reiten

Bei Wandern lässt sich die Natur der Sierra Aracena besonders gut entdecken und du bist ganz nah dran. Mehr als 20 markierte Wanderwege von leichtem, mittlerem und hohem Schwierigkeitsgrad und mit Längen von 3 bis 15 km machen das Wandern zum Vergnügen. Einige Wege sind für Rollstühle und Kinderwagen geeignet.

Der einfach zu gehende Weg "Hinojales - Camino de la Vibora" mit 3,5 km Länge führt durch Eichen- und Steineichenwälder und an Oliven- und Obstgärten vorbei und macht Hunger auf mehr. Der Weg im Norden der Sierra dauert 1,5 Stunden und es sind 100 Höhenmeter zu überwinden. Der Höhepunkt sind die typische Flora und Fauna der Dehesas: Amseln, Drosseln, Kaninchen und Rehe.

Der Aufstieg auf den Cerro San Cristóbal ist da schon anspruchsvoller und erfordert Trittsicherheit, Orientierungsvermögen und Kondition. Auch beim Sendero "Encinasola - Peña de San Sixto - Arroyo del Silo" im Nordwesten und mit 8 km Länge hin und zurück sind etliche Höhenmeter zu überwinden. Du bist 3 Stunden unterwegs. Auf ihm siehst du seltene, vom Aussterben bedrohte Tiere in ihrer natürlichen Umgebung: In Flüssen und Bächen tummeln sich Barben und Aale, an den Ufern Fischotter und Amphibien. In der Luft kreisen Adler und Falken und Schwarzstörche und Reiher sind zu sehen.

Für Fahrradfahrer sind 3 Routen angelegt. Auch Reiten ist in dieser Landschaft ein Vergnügen und gleich mehrere Unternehmen in Aracena und woanders bieten Pferde und Reitausflüge an. Ebenfalls lohnenswert sind: Canyoning, Höhlenwandern, Bergsteigen & Klettern und Kanufahren.

Das Essen dominieren die hiesigen Schweinen. Leckere Schinken werden entweder roh genossen oder finden Eingang in exquisite Fleischgerichte. Fleisch in Kombination mit den Schätzen der Berge, wie Pilze, kommt gebraten, gekocht und gegrillt auf den Tisch.

Im Sommer und Winter

Egal, ob du deinen Standort an der Küste wählst und einen Ausflug in die Sierra Aracena machst oder direkt vor Ort in einem der romantischen Orte wohnst und ab und zu ans Meer fährst: Hier wirst du sicher einen angenehmen und abwechslungsreichen Aufenthalt bei gastfreundlichen Menschen in herrlicher Natur verbringen.

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