Montes de Málaga

Der knapp 5.000 Hektar große Naturpark Montes de Málaga liegt ca. 5 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt. Er umfasst das gleichnamige Gebirge mit einer Höhe von bis zu gut 1.000 Meter und einen Großteil des Flusslaufes des Río Guadalmedina. Der Naturpark besitzt eine großartige Flora und Fauna und bietet zahlreiche Wanderwege mit teils atemberaubenden Ausblicken.

Montes de Málaga
Blick in den Naturpark Montes de Málaga
© Antonio Ciero - www.photaki.com

Naturparadies nur wenige Kilometer von Málaga entfernt

Málaga besitzt den größten Flughafen in Andalusien. Um den günstigsten Flug zu finden, solltest du am besten einen Preisvergleich durchführen, um das passende Flugangebot nach Spanien finden. Vom Zentrum benötigst du nur wenige Minuten bis in den Naturpark.

Mit dem Auto aus erfolgt die Anreise am schnellsten über die Autovia de la Mediterrània (A7) zwischen Algeciras und Barcelona bis nach Málaga. Von dort führt der Abzweig der Carretera autonómica A-7000 von Málaga nach Colmenar ab der Carretera nacional N-321 von Úbeda (Provinz Jaén) nach Málaga direkt in das Parkgebiet. Alternativ kann die Anreise auch über die alte Straße von Málaga nach Granada (C345) erfolgen, die im Barrio Fuente de Olletas beginnt.

Städte und Gemeinden in der Nähe sind Álora, Coín, Alhaurín de la Torre, Alhaurín el Grande, Alfarnate, Alfarnatejo, Almáchar, El Borge, Periana, Riogordo und Casabermeja.

Das Refugium einer erfolgreichen Renaturierung mit teils seltener Fauna und Flora

Der auf Beschluss der Autonomieregierung im Juli 1989 eröffnete Naturpark gilt heute als eines der besten Beispiele für eine weitgehend gelungene Wiederaufforstung eines typischen Mittelmeerwaldes nach zuvor über Jahrhunderte lang andauerndem Raubbau. Geprägt wird die charakteristische Flora vor Ort vor allem von diversen Kieferngewächsen wie der Pinie (Pinus pinea) und der Montereykiefer (Pinus radiata), darüber hinaus sind die nordafrikanische Eiche sowie die Kork-, Stein- und Scharlacheiche häufig zu sehen. Recht weit verbreitet sind auch Oliven- und Johannisbrotbäume, die zumeist sandigen, steinigen und felsigen Böden des Gebiets sind hauptsächlich von diversen Gräsern und Krautpflanzen sowie Sträuchern und Büschen bewachsen.

Bekannt ist der Naturpark Montes de Málaga besonders für seine stabilen Vorkommen teils vom Aussterben bedrohter Tierarten. Dazu zählen in erster Linie Chamäleons, Perleidechsen, Rippenmolche, Dachse, Iltisse, Füchse, Mauswiesel, Ginster- und Wildkatzen, Steinmarder, Wildschweine sowie Schlangen- und Zwergadler, Eulen, Sperber und Habichte.

Wanderwege rund um das Wildschweindenkmal und altehrwürdige Weinpressen

Durch seine urwüchsige und malerische Landschaft ist der Naturpark speziell unter Wanderfreunden im Urlaub beliebt. Zwei markierte Wanderwege führen streckenweise durch das Areal, der knapp 3 Kilometer lange Sendero El Cerrado im gleichnamigen Naherholungsgebiet, für den du ca. 1 Stunde Laufzeit benötigst und der gut 6 Kilometer lange Sendero Torrijos, für den du mit ca. 1,5 Stunden Zeit rechnen musst.

Auf der ersten Strecke liegt der mit einem Wildschweindenkmal geschmückte Aussichtspunkt Mirador del Cochino, der eine fantastische Fernsicht auf die Bucht von Málaga und die angrenzenden Küstenabschnitte der Costa de Sol gewährt.

Auf der zweiten Strecke mit dem Aussichtspunkt Mirador de Martínez Falero über die Holzbrücke Arroyo del Mirlo wird besonders das ethnografische Museum (Museo Etnográfico) in einem alten Bauernhaus in Torrijos gerne besucht. Dort sind vorrangig Werkzeuge und Maschinen zur Weinherstellung ausgestellt, an manchen Tagen im September nach der Traubenernte können Besucher sich dort am Betrieb der historischen Weinpressen beteiligen.

Gut geeignet für einen Abstecher und Schlemmerausflug mit herzhafter Landküche

Die geringe Entfernung des Parks von Málaga macht diesen zu einem beliebten Ziel für Tagesausflüge. Wenn du möchtest, kannst du aber auch gut in der 3.500-Einwohnergemeinde Colmenar im Bezirk Axarquía am nördlichen Ende des Parks übernachten. Dort gibt es mehrere Hotels sowie zahlreiche Bars und teilweise von niederländischen oder englischen Residenten geführte Restaurants. Das Dorf Colmenar, dessen Name sich von der spanischen Bezeichnung für Bienenkorb („Colmena“) ableitet, ist bis heute ein bedeutendes regionales Zentrum der Imkerei.

Typisch für die traditionelle Weinbau- und Jagdgegend ist das Most- und Wildfest („Fiesta del mosto y la chacina“) im Dezember. Auf den Speisekarten der gastronomischen Einrichtungen in Comenar und Umgebung stehen häufig Lammfleisch mit Knoblauch, die in heißen Sommern wohltuenden kalten Gemüsesuppen Gazpacho und Porra, das Bauern- und Hirtengericht „Migas“ mit altem Weißbrot, Fleischbrühe, Knoblauch und Paprika sowie gekochte Kutteln.

Die bekannteste Spezialität der Montes de Málaga ist jedoch der Plato de los montes („Bergteller“): Ein herzhaftes und sättigendes Gericht aus gebratenem Schinken mit frittierten Kartoffeln, Wurst, Spiegelei, Blutwurst und Paprikaschoten.   

Anzeige