Diese andalusischen Köstlichkeiten solltest du dir nicht entgehen lassen

Die andalusische Küche vereint viele unterschiedliche kulturelle Einflüsse in sich: Sie spiegelt nicht nur das Erbe der Spätantike und die Besetzung durch die Mauren, sondern auch des spanischen Überseehandels wider. Deshalb hat Andalusien heute eine vielseitige Gastronomie zu bieten. Wer nach Andalusien reist, sollte sich folgende Spezialitäten nicht entgehen lassen.

Andalusische Köstlichkeiten
Sherry und Jamon Ibérico - eine perfekte Kombination
© MIGUEL GARCIA SAAVED - Fotolia.com

7 andalusische Köstlichkeiten

Wenn du in Andalusien unterwegs bist, solltest du natürlich auch die lokale Küche testen. Wir haben dir hier mal eine kleine Auswahl an Köstlichkeiten zusammengestellt. Viel Spaß beim Probieren!

1. Carajillo

Im Gegensatz zum deutschen Kaffee ist der Kaffee in Andalusien deutlich stärker. Da den Andalusiern der Koffeingehalt ihres Kaffees scheinbar aber häufig nicht ausreicht, um morgens auf Trab zu kommen, haben sie den Carajillo erfunden. Das ist grundsätzlich ein normaler Kaffee, den man mit einem Schuss

  • Rum,
  • Brandy oder
  • Whisky

versieht. Egal ob sie im Laufe des Tages noch Auto fahren oder arbeiten müssen – der Carajillo wird von vielen Andalusiern auch in der Mittagspause getrunken.

Hier findest du alles Wissenswerte zum Kaffee in Spanien.

2. Tinto de verano

Tinto de verano ist in Andalusien ein typisches Sommergetränk, das aus einem

  • trockenen, spanischen Rotwein,
  • Gaseosa (Zitronenlimonade) und
  • Eiswürfeln 

gemischt wird. Er wird vor allem von den Einheimischen bestellt und gerne zu den Mahlzeiten getrunken. Vor allem an besonders heißen Tagen ist der Sommerwein sehr erfrischend und leichter verträglich als purer Rotwein.

3. Tapas

Sobald man in einem andalusischen Restaurant ein alkoholisches Getränk bestellt, bekommt man dazu umsonst verschiedene Tapas gereicht. Da die Tapas-Auswahl von Restaurant zu Restaurant variiert, hat man dadurch gerade als Tourist die Möglichkeit, in Ruhe durchzuprobieren, was einem schmeckt. Da die spanischen Häppchen richtig lecker sind, wird man aber ohnehin nicht darum herumkommen, sich von der ein oder anderen einheimischen Spezialität einen Nachschlag zu bestellen. Die Einheimischen essen Tapas in der Regel vor dem Hauptgericht als kleinen Imbiss.

4. Gazpacho Andaluz

Die Gazpacho ist in Andalusien eine echte Spezialität, die ursprünglich von Bauern und Landarbeitern auf dem Feld gegessen wurde. Sie wird aus

  • Tomaten
  • Salatgurken
  • Weißbrot
  • grüne Paprika
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Essig
  • Salz und
  • Wasser

zubereitet. Die kalte Suppe wird von den Einheimischen gerne an heißen Tagen bestellt. Sie darf nicht mit der Salmorejo verwechselt werden – einer dickflüssigen Suppe, typisch für die Region um Córdoba. Ihre dickflüssigere Konsistenz erhält sie durch den größeren Brotanteil. Der Hauptunterschied liegt aber darin, dass bei der Salmorejo weder Gurke noch Paprika verwendet wird.

Hungrig? Mit unserem Gazpacho Rezept kannst du sofort loslegen.

5. Jamon Ibérico

Andalusien ist weltweit für seinen luftgetrockneten Schinken bekannt. Ein besonderes Schmankerl: Der jamón ibérico. Er wird aus den schwarzen, freilaufenden Ibérico-Schweinen hergestellt, die im westlichen Andalusien beheimatet sind. Da sie sich überwiegend von 

  • Gräsern,
  • Eicheln und
  • Kräutern

ernähren, erhält das Fleisch ein einzigartig nussiges Aroma. Die Reife- und Trocknungszeit des Schinkens beträgt zwischen 12 und 38 Monaten, wobei sich ihre Länge nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf den Preis auswirkt: Für 100 Gramm Jamón ibérico bezahlt man etwa 11 Euro.

6. Vino de Jerez

Wer nach Andalusien reist, wird sicher nicht um einen Besuch in einer der berühmt berüchtigten Sherry-Bodegas herumkommen. Besonders bekannt für ihre edlen Tropfen ist die Stadt Jerez. Von ihr erhielt der Sherry seinen arabischen Namen, da nur dort der charakteristische Jerez-Wein wächst. Er wird ausschließlich aus weißen Trauben hergestellt, die in der weißen, kalkhaltigen Erde der Region wachsen. Wer auf der Suche nach einer Kostprobe ist, oder nach genaueren Infos zu den verschiedenen Sherry-Sorten und ihren Besonderheiten, wird hier bestimmt fündig.

7. Olivenöl (Aceite de oliva)

Spanien produziert pro Jahr mehr als 800.000 Tonnen Olivenöl – 80 Prozent davon werden in Andalusien hergestellt. Das macht das Land zum größten Olivenölproduzent der Welt. Seit jeher steht das spanische Olivenöl jedoch im Schatten des italienischen – völlig zu Unrecht. Was viele nicht wissen: Ein Großteil des spanischen Olivenöls wird nach Italien exportiert und dort als italienisches Olivenöl verkauft. Die Andalusier verspeisen ihr Aceite de oliva am liebsten bereits zum Frühstück mit Weißbrot und Tomaten.

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