Casares

Casares ist eines der berühmten Weißen Dörfer in Andalusien. Die 6.000 Einwohner Gemeinde liegt an der Costa del Sol, im Westen der Provinz Málaga.
Casares
Blick auf Casares in der Provinz Málaga
Arena Photo UK / Shutterstock.com

Casares - Entspannung pur

Das kleine idyllische weiße Bergdorf (Pueblo blanco) mit 5.300 Einwohnern liegt im Südwesten der Provinz Málaga, eingerahmt von der Sierra Bermeja und der Sierra Crestellina. Die Orte El Secadero und Casares Costa direkt an der Costa del Sol (16 km entfernt) sind im Gemeindeverband von Casares Pueblo mit eingebunden.

Der kleine Ort mit seinen weiß getünchten Häusern ist schon von weitem zu sehen. Majestätisch thront Casares auf einem Felshügel, umgeben von den typischen andalusischen Wäldern und Wiesen mit weidenden Ziegen- und Rinderherden. Die reizvolle Berglandschaft im Hinterland von Málaga verspricht jeden Urlauber ein abwechslungsreiches Kontrastprogramm, um mal raus aus dem Urlaubstrubel zu kommen. Statt Highlife am Strand findet man in Casares Stille und Beschaulichkeit und ein Dorf wie aus dem Mittelalter.

Anfahrtsroute nach Casares

Erreichen kann man Casares über die Autobahn A7. Hinter Estepona die Ausfahrt Manilva nehmen und dann auf die A 377 in Richtung Gaucín fahren Über eine schmale Serpentinenstraße (MA-7150) mit malerischen Panoramablicken auf das Mittelmeer und die Berge kommt man direkt in den Ortskern (Der Flughafen von Málaga ist 150 km entfernt).

Spektakulär erhebt sich die Silhouette der Burg (Castillo) Mudéjar aus dem 15. Jahrhundert und sticht aus dem Ortsbild hervor. 430 Meter über dem Meeresspiegel liegt der malerische Ort und jeder kann hier das ganze Küstenpanorama sehen und bei klarem Wetter einen Blick auf Afrika und Gibraltar werfen.

Casares hat einen gepflegten Ortskern mit mittelalterlichen Strukturen und Festungsmauerresten aus der maurischen Herrschaft. 1978 wurde das Bergdorf Casares als historisches Kulturerbe von Spanien unter Denkmalschutz gestellt.

Auf den Spuren von Julius Cäsar

Casares verdankt seinen Namen der Legende zufolge Julius Cäsar. Der römische Heerführer entdeckte ganz in der Nähe des Ortes die Baños de la Hedionda. Heilende Quellen mit schwefel- und magnesiumhaltigem Wasser. Obwohl der Ortskern von Casares arabischen Ursprungs ist und laut archäologischen Funden bis ins Jahr 1000 v. Chr. zurückgeführt wird, ist die Bevölkerung stolz mit Julius Cäsar und vor allem mit Gil Blas Infante in Verbindung gebracht zu werden. Mit einer Statue von Gil Blas Infante auf der Plaza de España, gedenken die Casareños voller Stolz des wohl berühmtesten Sohnes ihres Ortes. Gil Blas Infante ist 1885 in Casares geboren und galt als Vater der andalusischen Bewegung.

Zu den Hauptattraktionen des Ortes gehören nicht nur die Sehenswürdigkeiten, wie das Geburtshaus von Gil Blas Infante, die Ermita de la Vera Cruz aus dem 16. Jahrhundert, die Festungsmauer mit dem Tor aus dem 13. Jahrhundert, sondern auch das enge Gassenlabyrinth des Dorfes und die tollen Volksfeste von Casares.

Neben so viel Historischem findet man eine fast unberührte Natur, ausgewiesene Wanderrouten durch den Naturpark Crestellina und natürlich auch Restaurants und Bars mit kulinarischen Spezialitäten aus der Region. Sehr schmackhaft sind die für die Gegend bekannten Eintöpfe, der Ziegenkäse und die Tapas, die man zu jedem Getränk gereicht bekommt.

Ein Abstecher nach Casares ist immer lohnenswert, denn sobald man den Ort erreicht hat und die krummen, abschüssigen, kleinen, engen Gassen mit den weißen blumengeschmückten Häusern sieht, fühlt man sich in ein Museum des Mittelalters versetzt.

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Sehenswürdigkeiten in Casares

Wir haben Besuch aus Deutschland. Mit unseren Freunden wollen wir uns heute an Casares heranpirschen, jenes idealtypische Pueblo blanco, dem die andalusische Identität so viel zu verdanken hat. Wir nehmen die alte Landstraße von Estepona nach Casares. Diese zweigt an einem Kreisel ab, der an der Ausfahrt von der A7 zum Industriegebiet von Estepona liegt.