Baena

Baena, südlich von Córdoba gelegen, ist ein nettes kleines Städtchen. Hier bekommst du einige der besten Olivenöle ganz Spaniens.

Baena – Idyllische Kleinstadt in Córdoba

Baena ist eine spanische Kleinstadt mit rund 20.000 Einwohnern. Sie befindet sich in der andalusischen Provinz Córdoba im Südosten der gleichnamigen Provinzhauptstadt.

Du erreichst Baena von Córdoba aus über die Nationalstraße N-432 nach etwa 62 Kilometern. Die Entfernung nach Granada beträgt rund 105 Kilometer und nach Jaén etwa 67 Kilometer.

Durch das Gemeindegebiet fließt von Westen nach Südosten der Fluss Guadajoz. Sein Nebenfluss Marbella befindet sich in der Innenstadt. Die höchsten Berge von Baena sind der 799 Meter hohe Serrezuela, der 758 Meter hohe Almoguera und der 688 Meter hohe Torre Morana.

Benannt ist die auf einer Anhöhe gelegene Stadt nach dem römischen Grundbesitzer „Baius“. Unter der Herrschaft der Mauren hieß Baena „Bayyana“. Das Stadtbild ist geprägt von engen und gewundenen Gassen. Imposante Herrenhäuser und traditionelle Wohnbauten flankieren die Straßen. In der ländlichen Umgebung der Stadt wachsen Olivenbäume und Getreidepflanzen.

Wo die Geschichte Baenas noch lebendig ist

Zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten befinden sich vor allem in der Altstadt. Die alte Festungsburg stammt zum Beispiel aus dem 9. Jahrhundert. Omar Ibn Hafsun errichtete die Festung, nachdem er die dort ansässige Siedlung plünderte. Die Burg entstand auf den Resten römischer Bauwerke. Als die Almohaden und Almoraviden an die Macht kamen, fand eine Erweiterung der Burg statt. Dazu zählen unter anderem die sieben Türme. Im Turm „Torre del Cabildo“ ist ein Saal mit kunstvoll verzierten Holzdecken im Mudéjar-Stil untergebracht. In diesem fanden die ersten Stadtratsversammlungen statt.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die in der Medina, dem höchsten Punkt der Stadt, gelegene Kirche Santa María la Mayor. Der Sakralbau stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es gibt darüber hinaus Hinweise, dass das Gebäude bereits im 13. Jahrhundert existierte. Im 12. Jahrhundert befand sich an dem Ort eine Hauptmoschee. Ein zweites sakrales Bauwerk, die Klosterkirche Madre de Dios, entstand etwa 1510.

Eine Reise in die Vergangenheit 

Zahlreiche ibero-romanische Artefakte zeugen von der lebendigen Vergangenheit Baenas. Bei deiner Reise nach Andalusien solltest du deshalb auch die alte Stadt Torreparedones besuchen. Die ehemalige iberische Siedlung befindet sich im Südosten von Córdoba. Von der Anhöhe aus blickst du direkt auf das Guadalquivir-Tal. In den Ruinen findest du zahlreiche historische Artefakte der ab der Kupferzeit besiedelten Stadt. Die im 6. Jahrhundert vor der Zeitrechnung errichtete Stadtmauer umschließt ein Areal von 10,5 Hektar. Außerhalb der Stadtmauer auf einem Hügel findest du ein altes Heiligtum mit Opferstellen. Wenn du dich für die Geschichte Spaniens interessierst, ist außerdem ein Besuch des Städtischen Museums für Geschichte das Richtige für dich. Das Museum befindet sich im über 200 Jahre alten Gebäude „Casa de la tercia“ in der Altstadt Baenas.

Olivenöl aus Baena

In Baena und Umgebung werden Olivenöle von besonderer Qualität hergestellt. Es ist eine der ältesten Olivenanbauregionen in ganz Spanien. Die Qualität der Olivenöle der Region werden durch D.O. Baena (Herkunftsbezeichnung) geschützt und wird vor allem aus der Sorte Picuda gewonnen. Tipp: In der Ölmühle der Familie Nuñez de Prado kannst direkt deren bekanntes Olivenöl kaufen.

Auch der Spaß kommt nicht zu kurz

Ein Urlaub in Baena bietet dir nicht nur zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, sondern auch angenehme Gesellschaft und viel Unterhaltung. In Baena gibt es etliche Cafés und Lokale, die bis in die späte Nacht hinein geöffnet haben. Ein Bummel durch die engen Gassen ist zudem vor allem nach Einbruch der Dunkelheit ein romantisches Erlebnis.

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Sehenswürdigkeiten in Baena