Aracena

Aracena liegt in einem wunderschönen Naturparkt und besitzt selbst einige Sehenswürdigkeiten. Im Sommer ist die Gegend ein beliebtes Urlaubsziel der Andalusier.
Aracena
Abendstimmung in Aracena
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Aracena - andalusisches Bergdorf mit faszinierender Tropfsteinhöhle

Die kleine Gemeinde Aracena in der spanischen Provinz Huelva liegt 93 km nordwestlich von Sevilla in der Sierra de Aracena. Das Gebirge wiederum ist Teil des gleichnamigen Naturparks. An höchsten Punkt kannst du noch Ruinen einer Templerburg sehen.

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Aracena sind die „Wundergrotte“, eine der größten Tropfsteinhöhlen Europas, und die maurische Burg mit der Tempelkirche Nuestra Señora de los Dolores aus dem 12.-14. Jahrhundert.

Anreise nach Aracena

Aracena befindet sich nur 70 km entfernt von der portugiesischen Grenze. Mit dem Auto von Sevilla benötigst du rund 1 Stunde und 20 Minuten. Bis nach Huelva und an die Strände der Costa de la Luz dauert es rund 1,5 bis 2 Stunden.

Von Sevilla fährt auch ein Bus nach Aracena. Die Fahrtzeit beträgt knapp 90 Minuten.

Grutas de Maravillas – Tropfsteinhöhlen mit Wow-Effekt

Die berühmteste Sehenswürdigkeit Aracenas sind ihre Tropfsteinhöhlen, „Wundergrotten“ (Grutas de Maravillas) genannt, deren Eingang sich in der Ortsmitte befindet. Er führt bis zu 100 m tief ins Erdinnere, zu einem der schönsten und größten Tropfsteinhöhlensysteme Europas. Die Wundergrotten tragen zu Recht diesen Namen, denn sie beeindrucken durch Weitläufigkeit, zahlreiche unterirdische Seen und Tropfsteingebilde in spektakulären Farbenspielen. Die Spiegelungen der Gesteinsformationen in den Seen sind überwältigend. Durch effektvolle Beleuchtung und sanfte Hintergrundmusik wird dein Aufenthalt hier zum Erlebnis für alle Sinne.

Eindruck hinterlassen vor allem die Säle Gran Lago, Los Brillantes, Las Conchas, Los Desnudos, La Cristalería de Dios und Esmeralda. Du kannst die Höhlen nur im Rahmen einer Gruppenführung anschauen. Die Führung dauert etwa 45 Minuten und kann dank Audioguide in mehreren Sprachen verfolgt werden. Der „Göttliche Kristallsaal“ ist der Höhepunkt des Rundgangs, denn die Spiegelungen auf dem Wasser erzeugen mystische Bilder von einzigartiger Schönheit. Die „Wundergrotten“, die 1850 erstmals erwähnt wurde, öffnete man bereits 1914 für Besucher, sodass sie die ersten Schautropfsteinhöhlen Spaniens wurden. Außer an Weihnachten und Silvester kannst du sie das ganze Jahr besichtigen.

Was du in Aracena noch anschauen solltest

Vom Castillo am höchsten Punkt der Stadt hast du einen tollen Blick auf Aracena. Viel Atmosphäre entsteht auch durch die Kastanien- und Kiefernwälder ringsherum. Zum Burgareal aus dem 9. Jahrhundert zählen eine gotische Kirche und ein ornamental verzierter Turm, der früher als Minarett fungierte. Das Leben der Stadt spielt sich jedoch überwiegend auf der Plaza Alta im Ortskern ab.

Die strahlend weißen Häuser der Altstadt bilden einen faszinierenden Kontrast zu den dunklen Pflastersteinen der Gassen. Kunstvoll geschmiedete Tore vor stattlichen Patriziervillen werden durch das moderne Freilichtmuseum für zeitgenössische Skulpturen kontrastreich ergänzt. Die Skulpturen andalusischer Künstler findest du an fast allen Plätzen und vielen Straßen. Bemerkenswerte Gebäude sind auch das Cabildo Viejo, das einstige Lagerhaus, und die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de La Asunción mit ihrer schönen Renaissancefassade.

Wandern in der Sierra de Aracena

Im Parque Natural Sierra de Aracena westlichen Teil der Sierra Morena liegt ein wunderschönes Wandergebiet. Dank des milden Klima im Norden Andalusiens haben auch viele Spanier die Region als Wanderziel entdeckt. Zwischen 400 und 900 m Höhe verlaufen zahlreiche Wanderwege in allen Schwierigkeitsgraden.

Nur 12 km südöstlich in Mazagón gibt es herrliche Strände und einen Sporthafen, sodass du im Urlaub hier auch Badefreuden genießen kannst. Da dieser Urlaubsort bei Familien sehr beliebt ist, geht es hier naturgemäß weniger beschaulich zu als in den Bergen.

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Sehenswürdigkeiten in Aracena

Der Sanfte: Der Naturpark Sierra de Aracena und Picos de Aroche liegt im Norden der andalusischen Provinz Huelva und im westlichen Teil der Sierra Morena. Seine sanft gerundeten Hügel von 400 bis 950 Höhenmetern, 1.100 Kilometer Wegenetz und weite Wäldern machen den Park zum idealen Wanderziel. Die feinen, weißen Sandstrände der Costa de la Luz am Atlantik sind nicht weit entfernt.